Zwei Fachkräfte prüfen AQAP-konforme Prozesse mit Laptop in modernem Laborbüro unter LED-Beleuchtung.

AQAP: Qualitätsanforderungen für den Zugang zu verteidigungs- und sicherheitsrelevanten Projekten

In vielen sicherheitsrelevanten öffentlichen Beschaffungsprojekten gelten besondere Anforderungen an Qualität, Nachweisführung und Prozesssicherheit. Dies betrifft insbesondere militärische Beschaffungs- und Verteidigungsprojekte, in denen Produkte, Systeme und Dienstleistungen unter klar definierten vertraglichen, normativen und beschaffungsbezogenen Rahmenbedingungen bereitgestellt werden.

Für Unternehmen, die in solchen Projekten tätig sind oder tätig werden wollen, reicht technische Leistungsfähigkeit allein in der Regel nicht aus. Ebenso relevant ist die Fähigkeit, qualitätsbezogene Anforderungen nachvollziehbar, dokumentiert und auditierbar umzusetzen.

In diesem Zusammenhang spielen die sogenannten AQAP-Dokumente (Allied Quality Assurance Publications) der NATO eine wichtige Rolle. Sie beschreiben Anforderungen an Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung, die in Beschaffungs-, Entwicklungs- und Unterstützungsprojekten im militärischen und sicherheitsrelevanten Umfeld vertraglich herangezogen werden können.

Was ist AQAP?

AQAP steht für Allied Quality Assurance Publications. Dabei handelt es sich um ein Regelwerk der NATO zur Harmonisierung von Qualitätsanforderungen in bestimmten Beschaffungszusammenhängen.

Die AQAP-Dokumente werden im Rahmen der NATO-Standardisierung veröffentlicht. Sie sind Teil der NATO-Standardisierungsarchitektur und werden in der Praxis über vertragliche Anforderungen, nationale Beschaffungsregelungen oder Standardisierungsvereinbarungen in Projekte eingebunden.

Ziel der AQAP-Familie ist es, insbesondere in komplexen und häufig multinationalen Projektstrukturen ein einheitliches Verständnis zu schaffen, unter anderem für:

  • Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme von Auftragnehmern
  • Nachweisführung und Dokumentationspflichten
  • staatliche Qualitätssicherung (Government Quality Assurance, GQA)
  • Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern, nationalen Qualitätssicherungsstellen und Industrie

Ein wesentliches Merkmal ist dabei: AQAP ist kein eigenständiges allgemeines Zertifizierungssystem. Die Anforderungen werden vielmehr typischerweise:

  • im jeweiligen Vertrag festgelegt,
  • projektspezifisch angewendet und gegebenenfalls angepasst (Tailoring),
  • im Rahmen von Audits, Prüfungen oder staatlicher Qualitätssicherung überwacht.

Wie verhält sich AQAP zu ISO 9001?

In der praktischen Anwendung stehen ISO 9001 und AQAP nicht unabhängig nebeneinander, sondern in einem hierarchischen und anforderungsbezogenen Verhältnis. Während ISO 9001 den grundlegenden Rahmen für ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem definiert, konkretisieren AQAP-Dokumente diese Struktur für spezifische, vertraglich gebundene Beschaffungsumfelder im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich.

Um dieses Zusammenspiel korrekt einzuordnen, ist es hilfreich, zwischen der Systemebene des Qualitätsmanagements und der projekt- bzw. vertragsbezogenen Anwendungsebene zu unterscheiden. Genau aus dieser Differenz ergibt sich die folgende Erweiterungslogik.

Erweiterungslogik von AQAP gegenüber ISO 9001

Mehrere zentrale AQAP-Anforderungsdokumente für Auftragnehmer bauen strukturell auf der ISO 9001 auf und ergänzen diese um zusätzliche Anforderungen aus dem militärischen und sicherheitsrelevanten Beschaffungsumfeld.

In der Praxis bedeutet dies häufig:

  • ISO 9001 bildet die Grundlage des Qualitätsmanagementsystems,
  • AQAP dient als Ergänzung dieser Grundlage um projektspezifische und vertragliche Anforderungen,
  • der Schwerpunkt liegt stärker auf Nachweisführung, Rückverfolgbarkeit, Konfigurationsmanagement und qualitätsbezogener Überwachung.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Systemgrundlage und Projektanforderung:

  • In vielen AQAP-relevanten Vertragskonstellationen bildet ein Qualitätsmanagementsystem auf Basis von ISO 9001 die wesentliche Grundlage.
  • Ein ISO-9001-Zertifikat wird in der Praxis oft erwartet, insbesondere von größeren Auftraggebern oder Systemlieferanten.
  • AQAP selbst ist jedoch nicht mit einer allgemeinen Zertifizierungspflicht gleichzusetzen, sondern mit der Erfüllung definierter Anforderungen im jeweiligen Vertragsverhältnis.

Einfluss von Produktarten (COTS, MOTS, NDI) auf AQAP-Anforderungen

Neben dem Qualitätsmanagementsystem selbst hat auch die Art des gelieferten Produkts einen erheblichen Einfluss auf die konkrete Ausgestaltung der AQAP-Anforderungen.

Insbesondere bei Commercial off-the-shelf (COTS)-Produkten – also standardisierten, am Markt verfügbaren Produkten ohne projektspezifische Neuentwicklung – verschiebt sich der Schwerpunkt der Qualitätssicherung deutlich. Während bei Entwicklungsprojekten die Entstehung des Produkts im Fokus steht, konzentriert sich die Qualitätssicherung bei COTS stärker auf die Integration in das Gesamtsystem sowie die Absicherung der Schnittstellen.

Daraus ergeben sich typischerweise folgende Auswirkungen:

  • geringerer Umfang entwicklungsbezogener Nachweise
  • stärkere Fokussierung auf Integrations-, Schnittstellen- und Systemtests
  • erhöhte Anforderungen an Konfigurations- und Versionskontrolle im Einsatzkontext
  • verstärkte Bewertung von Risiken durch Fremdkomponenten im Gesamtsystem
  • erhöhte Bedeutung von Herstellerdokumentation und Konformitätsnachweisen

Je nach Projektkontext können COTS-Produkte in erweiterte Klassifikationen übergehen:

  • MOTS (Modified Off-the-Shelf): modifizierte Standardprodukte
  • NDI (Non-Developmental Item): nicht entwicklungsbasierte Komponenten

Mit zunehmender Anpassung steigt in der Regel auch der Umfang der erforderlichen Nachweis- und Steuerungsmechanismen. Diese Produktklassifikation wirkt sich unmittelbar auf die konkrete Ausgestaltung und Tiefe der in AQAP-Dokumenten geforderten Prozesse aus.

Welche AQAP-Dokumente sind in der Praxis häufig relevant?

Welche AQAP-Dokumente im Einzelfall relevant sind, ergibt sich aus dem jeweiligen Beschaffungsvorhaben, dem Vertrag und der gültigen Dokumentausgabe. Maßgeblich ist stets die im Vertrag oder in der Beschaffungsvorgabe genannte Ausgabe des jeweiligen AQAP-Dokuments.

Zu den in der Praxis häufig verwendeten AQAP-Dokumenten zählen unter anderem:

  • AQAP 2110 – Qualitätsmanagement in Entwicklung und Produktion
  • AQAP 2120 – Qualitätsmanagement in der Produktion ohne Entwicklung
  • AQAP 2210 – ergänzende Anforderungen für Software
  • AQAP 2310 – projektspezifische QM-Anforderungen (abhängig von Ausgabe und Kontext)
  • AQAP 2070 – Regelungen zur Government Quality Assurance (GQA)

Auf dieser Grundlage konkretisieren die einzelnen AQAP-Dokumente die jeweiligen Anforderungen abhängig von Projektart, Verantwortungsumfang und Einsatzkontext.

Welche zusätzlichen Anforderungen ergeben sich gegenüber klassischen ISO-9001-Anwendungen?

Unternehmen mit einem bestehenden Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 verfügen bereits über eine wichtige Grundlage. In AQAP-relevanten Projekten treten jedoch häufig zusätzliche Anforderungen hinzu.

Risikobezogene Betrachtung

In solchen Projekten werden typischerweise systematische, projektbezogene Risikoansätze erwartet. Dazu gehören beispielsweise:

  • Identifikation relevanter Risiken,
  • Bewertung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung,
  • Festlegung geeigneter Maßnahmen,
  • laufende Überwachung und Aktualisierung.

Je nach Projekt kann dabei der gesamte Lebenszyklus eines Produkts oder Systems in den Blick genommen werden.

Konfigurationsmanagement

Ein zentrales Element ist das Konfigurationsmanagement. Dazu gehören insbesondere:

  • eindeutige Identifikation von Produkt- und Systemständen,
  • kontrollierte Änderungsprozesse,
  • dokumentierte Freigabe- und Versionsstände,
  • Rückverfolgbarkeit über die Lieferkette.

Häufig orientieren sich Konfigurationsmanagement-Prozesse dabei an etablierten Standards wie ISO 10007 oder EIA-649.

Erstbemusterung / First Article Inspection

In vielen verteidigungsnahen Projekten können vor Serienfreigaben formalisierte Erstbemusterungs- oder First-Article-Nachweise gefordert werden. Diese dienen dazu, die Übereinstimmung mit Spezifikationen sowie die Beherrschung der Fertigungsprozesse nachzuweisen.

Ob und in welcher Form dies erforderlich ist, ergibt sich aus Vertrag, technischer Spezifikation und Auftraggeberanforderung.

Government Quality Assurance (GQA)

Ein besonderes Merkmal in diesem Umfeld ist die staatliche Qualitätssicherung. GQA erfolgt im NATO-Umfeld auf Grundlage einschlägiger STANAGs, AQAP-Regelungen und nationaler Umsetzungsmechanismen.

Im Rahmen der Government Quality Assurance (GQA) können nationale Vertreter, häufig als GQAR (Government Quality Assurance Representative) bezeichnet, qualitätsbezogene Überwachungsaufgaben wahrnehmen. Dazu können unter anderem gehören:

  • Auditierung von Prozessen und Dokumentationen,
  • Begleitung von Prüfungen und Inspektionen,
  • Verifikation vertraglicher Qualitätsanforderungen,
  • Einblick in relevante Lieferanten- und Unterauftragnehmerstrukturen.

Die konkreten Befugnisse richten sich nach dem jeweiligen vertraglichen und nationalen Rahmen. Unabhängig davon bleibt die Verantwortung des Auftragnehmers für die Qualität und Konformität seiner Leistungen bestehen.

Lieferkette

Auch die Lieferkette ist regelmäßig Bestandteil der qualitätsbezogenen Betrachtung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass relevante Anforderungen an Unterauftragnehmer und Lieferanten weitergegeben und wirksam überwacht werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • vertragliche Qualitätsanforderungen,
  • Lieferantenqualifikation und -bewertung,
  • Audits und Leistungsüberwachung,
  • Einbindung in Risiko- und Konfigurationsmanagement.
Frau mit Brille arbeitet konzentriert am Laptop in heller, technisch ausgestatteter Arbeitsumgebung.Frau mit Brille arbeitet konzentriert am Laptop in heller, technisch ausgestatteter Arbeitsumgebung.

Für welche Unternehmen ist AQAP relevant?

AQAP kann für unterschiedliche Unternehmen relevant sein, sofern sie Teil entsprechender Projekt- und Lieferstrukturen im militärischen oder verteidigungsnahen Umfeld sind. Dazu zählen unter anderem:

  • Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus,
  • Elektro- und Elektronikunternehmen,
  • Anbieter von Kommunikations- und IT-Systemen,
  • Softwareentwicklungs- und Systemintegrationsunternehmen,
  • Instandhaltungs- und technische Dienstleistungsunternehmen,
  • Logistik- und Ersatzteilorganisationen,
  • Prüf-, Mess- und Kalibrierdienstleister.

Auch Unterauftragnehmer können mittelbar an AQAP-bezogene Anforderungen gebunden sein, wenn diese über Verträge oder Kundenvorgaben in die Lieferkette weitergegeben werden.

Wie erfolgt die Umsetzung von AQAP-Anforderungen im Projekt- und Organisationsalltag?

Die Umsetzung erfolgt in der Praxis häufig schrittweise:

1. Gap-Analyse

Am Beginn der Umsetzung steht in der Regel eine strukturierte Gap-Analyse. Ziel ist der Abgleich des bestehenden Managementsystems mit den vertraglich geforderten AQAP-Anforderungen sowie kundenspezifischen und projektspezifischen Vorgaben.

Dabei wird zunächst geprüft, welche AQAP-Dokumente, Vertragsklauseln, technischen Spezifikationen und ergänzenden Standards im jeweiligen Projekt tatsächlich anzuwenden sind. Da AQAP-Anforderungen in der Praxis häufig projektspezifisch zugeschnitten („Tailoring“) werden, reicht eine allgemeine Betrachtung einzelner Standards nicht aus. Entscheidend ist die konkrete vertragliche Ausprägung.

Im Rahmen der Analyse werden typischerweise folgende Aspekte betrachtet:

  • welche Anforderungen bereits durch bestehende Prozesse abgedeckt sind,
  • wo organisatorische oder dokumentarische Lücken bestehen,
  • welche zusätzlichen Nachweise oder Freigaben gefordert werden,
  • ob Verantwortlichkeiten und Eskalationswege klar definiert sind,
  • wie Risiken, Änderungen und Konfigurationsstände gesteuert werden,
  • welche Anforderungen für Unterauftragnehmer und Lieferanten gelten.

Die Ergebnisse werden üblicherweise in einer strukturierten Maßnahmen- bzw. Abweichungsübersicht dokumentiert und bilden die Grundlage für die Priorisierung der weiteren Umsetzung.

2. Systemanpassung

Auf Basis der Gap-Analyse erfolgt die Anpassung bzw. Erweiterung des bestehenden Managementsystems. In der Regel ist kein vollständiger Neuaufbau erforderlich. Vielmehr werden bestehende Prozesse gezielt um AQAP- und Vertragsanforderungen ergänzt und in ihrer Nachweisfähigkeit gestärkt.

Besonders relevant sind dabei:

  • klar definierte Verantwortlichkeiten
  • formalisierte Freigabe- und Änderungsprozesse
  • nachvollziehbare Dokumentations- und Nachweisführung
  • risikobasierte Projektsteuerung
  • Konfigurations- und Versionsmanagement
  • strukturierte Lieferanten- und Unterauftragnehmersteuerung

Typische Umsetzungen umfassen:

  • Ergänzung oder Anpassung von Verfahrensanweisungen
  • Präzisierung von Prüf- und Freigabeprozessen
  • Erweiterung der Dokumentationspflichten
  • Einführung bzw. Schärfung von Risiko- und Eskalationsmechanismen
  • Konkretisierung der Rückverfolgbarkeit
  • Etablierung projektbezogener Qualitätspläne

In sicherheitsrelevanten Projekten ist dabei nicht nur die Existenz von Prozessen entscheidend, sondern insbesondere deren konsistente, gelebte und auditierbare Anwendung. Die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, Änderungen und Freigaben gewinnt dadurch erheblich an Bedeutung.

Zudem müssen Schnittstellen zwischen Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung, Einkauf, Logistik und Projektmanagement klar geregelt sein, um Informationsverluste und unkontrollierte Änderungen zu vermeiden.

3. Schulung und interne Überprüfung

Die Einführung bzw. Erweiterung AQAP-bezogener Anforderungen erfordert in der Regel eine gezielte Qualifizierung relevanter Funktionen.  Dies betrifft insbesondere Mitarbeitende aus:

  • Qualitätsmanagement
  • Projektmanagement
  • Entwicklung
  • Produktion
  • Einkauf und Lieferantenmanagement
  • Konfigurationsmanagement
  • Dokumentations- und Nachweisführung

Ziel ist ein einheitliches Verständnis der vertraglichen Anforderungen sowie der damit verbundenen Verantwortlichkeiten. Besonders wichtig ist, dass nicht nur das Qualitätsmanagement, sondern auch operative Bereiche die Bedeutung von Nachweisführung, Änderungssteuerung und Konfigurationskontrolle sicher beherrschen.

Ergänzend werden interne Überprüfungen durchgeführt, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu bewerten, etwa durch:

  • interne Audits
  • Prozess- und Projektreviews
  • Dokumentationsprüfungen
  • Lieferantenbewertungen
  • Wirksamkeitskontrollen definierter Maßnahmen

In vielen Fällen sind vorbereitende Assessments sinnvoll, insbesondere wenn externe Kunden-, Behörden- oder GQA-Audits zu erwarten sind. Die Ergebnisse dienen dabei nicht nur der Fehleridentifikation, sondern auch der kontinuierlichen Verbesserung und Stabilisierung der Prozesse.

4. Anwendung im Projektkontext

Die praktische Bewährungsprobe erfolgt im konkreten Projekt- und Vertragsumfeld. Erst dort zeigt sich, ob Prozesse, Verantwortlichkeiten und Nachweisführungen belastbar funktionieren. AQAP-Anforderungen müssen dabei nicht nur dokumentiert, sondern konsequent operativ umgesetzt werden. Typische Elemente sind:

  • Erstellung und Pflege projektbezogener Qualitätspläne
  • Steuerung von Konfigurations- und Änderungsprozessen
  • Durchführung dokumentierter Prüf- und Freigabeschritte
  • Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit
  • Steuerung von Unterauftragnehmern und Lieferanten
  • strukturierte Nachweisführung gegenüber Auftraggebern bzw. GQA-Stellen

Zentral ist die Konsistenz zwischen vertraglichen Anforderungen, technischer Umsetzung und dokumentierter Nachweisführung. Abweichungen, Änderungen und Risiken müssen nachvollziehbar bewertet, dokumentiert und gesteuert werden.

In internationalen Verteidigungsprojekten können zusätzlich unterschiedliche nationale Anforderungen, Behördenrollen und Kommunikationsstrukturen relevant sein. Entsprechend wichtig sind klar definierte Schnittstellen und eine stabil abgestimmte Projektorganisation.

Langfristig zeigen viele Organisationen, dass AQAP-Anforderungen nicht nur zusätzlichen Aufwand erzeugen, sondern häufig auch zu höherer Prozessdisziplin, klareren Verantwortlichkeiten und transparenteren Projektabläufen beitragen.

Welches Fazit lässt sich ziehen?

AQAP ist ein wichtiges Qualitätsregelwerk im Kontext militärischer und bestimmter sicherheitsrelevanter Beschaffungsvorhaben. Es ergänzt bestehende Qualitätsmanagementsysteme – häufig auf Basis von ISO 9001 – um zusätzliche Anforderungen, insbesondere in den Bereichen:

  • Nachweisführung und Dokumentation,
  • Konfigurations- und Änderungsmanagement,
  • staatliche Qualitätssicherung,
  • Lieferkettensteuerung und Rückverfolgbarkeit,
  • projektbezogene Risiko- und Qualitätsabsicherung.

Für Unternehmen, die in entsprechenden Projektumfeldern tätig sind, ist die Fähigkeit entscheidend, die jeweils vertraglich geforderten Qualitäts-, Nachweis- und Steuerungsanforderungen wirksam, strukturiert und nachvollziehbar umzusetzen.

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