Weiterbildung Energiemanagement

Inhaltsverzeichnis

    Kompetenzen im Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 ausbauen

    Ein wirksames Energiemanagement hilft Unternehmen, Energieverbräuche systematisch zu erfassen, Einsparpotenziale zu erkennen und ihre Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern. Die DIN EN ISO 50001 bildet dafür den international anerkannten Rahmen. Für die erfolgreiche Umsetzung sind fundierte Fachkenntnisse und praktische Kompetenzen erforderlich.

    Unsere Seminare und Weiterbildungen im Energiemanagement vermitteln Ihnen das notwendige Wissen – von den Grundlagen über die Qualifizierung zum Energiemanager (TÜV) und die Weiterbildung zum Energieauditor (TÜV) bis hin zu spezialisierten Fortbildungen.

    Ob in Präsenz, im Virtual Classroom oder als Blended Learning: Sie erweitern Ihre Kompetenzen gezielt für Ihre Aufgaben im betrieblichen Energiemanagement. Jetzt passende Weiterbildungen finden.

    Wie ist die modulare Weiterbildung im Energiemanagement aufgebaut?

    Die modulare Weiterbildung im Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 führt Sie schrittweise vom Einstieg bis zur weiterführenden Auditorenqualifikation. Modul 1 zum Energiemanager  (TÜV) vermittelt die Grundlagen und ermöglicht den Einstieg ohne Vorkenntnisse. Modul 2 setzt den Abschluss von Modul 1 voraus und vertieft die Kompetenzen zur Steuerung und kontinuierlichen Verbesserung der energiebezogenen Leistung. Beide Module sind auch zusammen als Gesamtlehrgang zum Energiemanager (TÜV) buchbar. Mit Modul 3 zum Energieauditor (TÜV) können Sie Ihre Qualifikation um die Auditierung von Energiemanagementsystemen erweitern.

    Das Blended-Learning-Konzept kombiniert selbstgesteuertes E-Learning mit Gruppentrainings in Präsenz oder im Virtual Classroom. Die digitale Lern-App „Fit for Test“ unterstützt Sie bei der Vorbereitung auf die PersCert TÜV-Prüfung zum Energiemanager (TÜV).

    Energiemanager (TÜV) – Modul 1

    Im Lehrgang Energiemanager (TÜV) – Modul 1 lernen Sie die Grundlagen und Anforderungen der DIN EN ISO 50001:2018 kennen. Sie erfahren, wie Sie den Aufbau eines Energiemanagementsystems (EnMS) systematisch planen, die Normanforderungen in die betriebliche Praxis übertragen und welche finanziellen Fördermöglichkeiten bestehen.

    Inhalte der vorgeschalteten Selbstlernphase (E-Learning):

    • Grundlagen der Normung
    • Einstieg in das Energiemanagement
    • Grundprinzipien von ISO-Managementsystemen
    • Grundstruktur der ISO 50001:2018


    Inhalte der Gruppentrainingsphase (Präsenz oder Virtual Classroom):

    • Von der Implementierung und Steuerung bis hin zur Auditierung: die Anforderungen der ISO 50001:2018
    • Projektplanung zum Aufbau des Energiemanagementsystems
    • Finanzielle Fördermöglichkeiten
    Energiemanager bei Überprüfung von EnergiekennzahlenEnergiemanager bei Überprüfung von Energiekennzahlen

    Energiemanager (TÜV) – Modul 2

    Im Lehrgang Energiemanager (TÜV) – Modul 2 vertiefen Sie Ihre Kenntnisse zur praktischen Umsetzung der DIN EN ISO 50001. Sie lernen, Energieverbräuche systematisch zu analysieren, aussagekräftige Energieleistungskennzahlen zu entwickeln und technische Einsparpotenziale zu bewerten. Dabei wenden Sie wichtige Hilfsnormen der ISO-50000-Familie an und lernen praxisnahe Ansätze zur Verbesserung der Energieeffizienz kennen.

    Inhalte der Gruppentrainingsphase (Präsenz oder Virtual Classrooms):

    • Grundlagenwissen und Optimierungsbeispiele aus den Bereichen: Druckluft, Pumpen und Antriebe, Wärmeversorgung, Kältetechnik, Beleuchtung

    • Energieplanungsprozess inkl. Bildung von Energieleistungskennzahlen und energetischen Ausgangsbasen nach ISO 50006

    • Datenanalyse und Messtechnik mit Praxisbeispielen aus der ISO 50015

    Energieauditor (TÜV) – Modul 3

    Im Lehrgang Energieauditor (TÜV) – Modul 3 lernen Sie EnMS nach ISO 50001 systematisch zu auditieren. Sie erwerben das notwendige Fachwissen, um interne und externe Audits zu planen, durchzuführen und auszuwerten. In praxisnahen Übungen vertiefen Sie Ihre Audit- und Gesprächstechniken und lernen, die Einhaltung von Normanforderungen sicher zu bewerten.

    Inhalte der Gruppentrainingsphase (Präsenz oder Virtual Classrooms):

    • Audit-Planung, Auditdurchführung, Auswertung, Dokumentation, Nachbereitung von Energieaudits
    • Sie können zuverlässig bewerten, ob ein Energiemanagementsystem den Anforderungen der DIN EN ISO 50001 entspricht
    • Sie wenden in Workshops und praxisnahen Rollenspielen Ihre Kenntnisse an und gewinnen die notwendige Sicherheit für Ihre Auditorentätigkeit.
    Energieauditor während eines internen EnergieauditsEnergieauditor während eines internen Energieaudits

    Verkürzter Weg zum Energieauditor (TÜV)

    Gehen Sie den verkürzten Weg zum Energieauditor (TÜV): Sie verfügen bereits über einen anerkannten Abschluss als Auditor, z.B. ISO 9001 oder ISO 14001, dann können Sie die Weiterbildung zum Energieauditor (TÜV) verkürzen. Jetzt verkürzten Qualifizierungsweg entdecken

    Was bringt Ihnen eine Weiterbildung im Energiemanagement in der Praxis?

    Ob Energieverbräuche bewerten, Effizienzmaßnahmen planen oder Verbesserungen nachweisen: Im betrieblichen Energiemanagement kommt es darauf an, Fachwissen sicher anzuwenden und fundierte Entscheidungen zu treffen.  Unsere Weiterbildungen vermitteln Ihnen die Kompetenzen, um Anforderungen der DIN EN ISO 50001 in die Praxis zu übertragen und die energiebezogene Leistung nachhaltig zu verbessern.

    Ihr Nutzen im Überblick:

    • Energiemanagementsysteme aufbauen: Normanforderungen in betriebliche Abläufe übertragen und die Grundlage für ein wirksames Energiemanagement schaffen.
    • Einsparpotenziale erschließen: Energieverbräuche analysieren, wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen identifizieren und die Grundlage für sinkende Energiekosten schaffen.
    • Energiemanagement wirksam steuern: Energieziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten aufeinander abstimmen und die Umsetzung systematisch begleiten.
    • Verbesserungen messbar machen: Energieleistungskennzahlen nutzen, Ergebnisse bewerten und die Wirksamkeit von Maßnahmen nachvollziehbar überprüfen.
    • Auditkompetenz erweitern: In der weiterführenden Qualifizierung zum Energieauditor (TÜV) lernen, Energiemanagementsysteme systematisch zu auditieren und Verbesserungspotenziale aufzudecken.

    Weitere Seminare und Weiterbildungen im Energiemanagement

    1. Grundlagen Energiemanagement – DIN EN ISO 50001:2018.

      Lernen Sie Struktur und Inhalte der DIN EN ISO 50001 kennen und verbessern Sie systematisch die Energieeffizienz.

      • 8 Unterrichtseinheiten
      ab 645,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      ab 767,55 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    2. Fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung.

      Praxis- und normbezogener Workshop zum Nachweis der fortlaufenden Verbesserung der energiebezogenen Leistung.

      • 16 Unterrichtseinheiten
      ab 1.195,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      ab 1.422,05 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    3. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Energieeffizienzmaßnahmen nach ValERI.

      Workshop zur Wirtschaftlichkeitsberechnung von Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen nach DIN EN 17463 (ValERI).

      • 8 Unterrichtseinheiten
      645,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      767,55 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    4. Fortbildung für Energiemanagement-Verantwortliche.

      Lernen Sie von erfahrenen Auditoren alle Neuerungen im Energiemanagement und profitieren Sie von Best Practice.

      • 8 Unterrichtseinheiten
      ab 645,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      ab 767,55 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    5. Workshop zur ISO 50006: Energiekennzahlen und Ausgangsbasen.

      Workshop zur Aufstellung, Nutzung und Anpassung von Energieleistungskennzahlen und energetischen Ausgangsbasen.

      • 8 Unterrichtseinheiten
      ab 645,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      ab 767,55 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Welche Aufgaben übernimmt ein Energiemanager im Unternehmen?

    Ein Energiemanager koordiniert das betriebliche Energiemanagement und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung. Er stimmt sich mit der Unternehmensleitung und relevanten Fachbereichen ab, begleitet die Umsetzung der Energiepolitik und sorgt dafür, dass Verantwortlichkeiten und Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind. Außerdem bereitet er Informationen für Managementbewertungen vor, begleitet interne Audits und unterstützt die Einhaltung relevanter Anforderungen. Seine konkreten Aufgaben und Befugnisse hängen von der Organisation und der internen Rollenverteilung ab.

    Welche Qualifikationen und Fähigkeiten benötigt ein Energiemanager?

    Ein Energiemanager benötigt Kenntnisse der DIN EN ISO 50001, technisches Verständnis für betriebliche Energieprozesse sowie Kompetenzen in der Energiedatenerfassung und -auswertung. Wichtig sind außerdem Kenntnisse zu relevanten gesetzlichen Anforderungen, zur wirtschaftlichen Bewertung von Energieeffizienzmaßnahmen und zur Steuerung eines Managementsystems. Da Energiemanagement unterschiedliche Unternehmensbereiche betrifft, sind auch Projektmanagement, Kommunikationsfähigkeit und die Zusammenarbeit mit technischen und kaufmännischen Fachabteilungen von Bedeutung. Eine Weiterbildung zum Energiemanager (TÜV) ermöglicht es, die erforderlichen Fachkenntnisse systematisch aufzubauen und zu vertiefen.

    Wie läuft die Prüfung zum Energiemanager (TÜV) ab?

    Die Zertifikatsprüfung zum Energiemanager (TÜV) findet im Anschluss an Modul 2 statt und wird von PersCert TÜV, der unabhängigen Personenzertifizierungsstelle von TÜV Rheinland, durchgeführt. Die Prüfung wird in Präsenz oder im Virtual Classroom angeboten und überprüft die erworbenen Fachkenntnisse im betrieblichen Energiemanagement. Für die Prüfungszulassung müssen die erforderlichen Nachweise vor Seminarbeginn eingereicht werden. Die verbindlichen Zulassungsvoraussetzungen, Prüfungsinhalte und Prüfungsmodalitäten sind im Certipedia-Zertifizierungsprogramm mit der ID 85886 dokumentiert.

    Welchen Abschluss erhalten Sie nach der Weiterbildung zum Energiemanager (TÜV)?

    Nach erfolgreicher Zertifikatsprüfung und Erfüllung aller Zertifizierungsvoraussetzungen erhalten Sie von PersCert TÜV das digitale, blockchain-gesicherte Personenzertifikat „Energiemanager (TÜV)“. Die Personenzertifizierung orientiert sich an den Anforderungen der internationalen Norm ISO/IEC 17024 und dokumentiert Ihre unabhängig geprüfte Fachkompetenz im betrieblichen Energiemanagement. Das Personenzertifikat weist die Qualifikation einer einzelnen Person nach.

    Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach dem Abschluss zum Energiemanager (TÜV)?

    Nach dem Abschluss zum Energiemanager (TÜV) können Sie Ihr Fachwissen durch spezialisierte Fortbildungen erweitern. Dazu gehören beispielsweise die Anwendung von Energieleistungskennzahlen nach ISO 50006, die Wirtschaftlichkeitsbewertung von Energieeffizienzmaßnahmen nach DIN EN 17463 (ValERI) oder die fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung. Eine weitere Möglichkeit ist die Qualifizierung zum Energieauditor (TÜV), mit der Sie zusätzliche Kompetenzen für die systematische Auditierung von Energiemanagementsystemen erwerben. Welche Fortbildung sinnvoll ist, hängt von Ihren Aufgaben und fachlichen Schwerpunkten ab. Auch Weiterbildungen im Bereich Klimamanagement könnten eine Option sein.

    Ist ein Energiemanager nach DIN EN ISO 50001 verpflichtend?

    Die DIN EN ISO 50001 schreibt keine ausdrücklich als „Energiemanager“ bezeichnete Position vor. Sie verlangt jedoch, dass Verantwortlichkeiten und Befugnisse innerhalb des Energiemanagementsystems eindeutig festgelegt werden. Die oberste Leitung muss die erforderlichen Ressourcen bereitstellen und die Wirksamkeit des Systems sicherstellen. Unternehmen können die operative Koordination beispielsweise einem Energiemanager oder einem Energieteam übertragen. Eine entsprechende Qualifikation unterstützt dabei, die fachlichen Aufgaben wahrzunehmen und die Anforderungen der Norm sachgerecht umzusetzen.

    Welche Unternehmen müssen ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einführen?

    In Deutschland können sich Pflichten zur Einführung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems insbesondere aus dem Energieeffizienzgesetz (EnEfG) ergeben. Ob ein Unternehmen betroffen ist, hängt unter anderem von seinem Gesamtendenergieverbrauch und den jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen ab. Dabei ist zu unterscheiden: Nicht jede gesetzliche Verpflichtung verlangt ausdrücklich ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001; unter bestimmten Voraussetzungen kommen auch andere anerkannte Managementsysteme infrage. Unabhängig von gesetzlichen Pflichten können Unternehmen ISO 50001 freiwillig einsetzen, um ihre energiebezogene Leistung systematisch zu verbessern.

    Welche Rolle spielt die Managementbewertung im Energiemanagement nach ISO 50001?

    Die Managementbewertung ist ein zentrales Instrument, um die Wirksamkeit und Weiterentwicklung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 sicherzustellen. Die oberste Leitung bewertet dabei unter anderem den Fortschritt bei der Erreichung der Energieziele, die Entwicklung der energiebezogenen Leistung und die Ergebnisse interner Audits. Auf dieser Grundlage werden Entscheidungen über notwendige Anpassungen, Ressourcen und Verbesserungsmaßnahmen getroffen. So wird sichergestellt, dass das Energiemanagement mit den Unternehmenszielen abgestimmt bleibt und kontinuierlich weiterentwickelt wird.

    Wie lässt sich die Verbesserung der energiebezogenen Leistung nach ISO 50001 nachweisen?

    Die Verbesserung der energiebezogenen Leistung wird anhand geeigneter Energieleistungskennzahlen (EnPI) und energetischer Ausgangsbasen (EnB) nachgewiesen. Unternehmen vergleichen dazu aktuelle Ergebnisse mit festgelegten Ausgangswerten und berücksichtigen relevante Einflussfaktoren, etwa Produktionsmengen oder Witterungsbedingungen. So lässt sich beurteilen, ob Veränderungen auf tatsächliche Effizienzverbesserungen oder lediglich auf veränderte Rahmenbedingungen zurückzuführen sind. Die DIN ISO 50006 unterstützt bei der Entwicklung und Anwendung geeigneter Kennzahlen und Ausgangsbasen für eine nachvollziehbare Bewertung.

    Wie lässt sich das Energiemanagement nach ISO 50001 in ein integriertes Managementsystem einbinden?

    Ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 lässt sich mit anderen Managementsystemen, beispielsweise dem Qualitätsmanagement nach ISO 9001 oder dem Umweltmanagement nach ISO 14001, zu einem integrierten Managementsystem (IMS) verbinden. Die Normen folgen einer harmonisierten Grundstruktur, sodass gemeinsame Prozesse für Dokumentation, interne Audits, Managementbewertungen und Verbesserungsmaßnahmen genutzt werden können. Das reduziert Doppelarbeit, erleichtert die Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen und schafft Synergien. Die spezifischen Anforderungen der ISO 50001 bleiben dabei bestehen.

    Sie möchten Ihr Fachwissen zu integrierten Managementsystemen vertiefen? TÜV Rheinland bietet Ihnen passende IMS-Weiterbildungen – von den Grundlagen bis zur Qualifizierung für die Auditierung integrierter Managementsysteme.

    Wie lässt sich die energiebezogene Leistung messen und bewerten?

    Energieeffizienz verbessern ist das eine – Fortschritte nachvollziehbar nachzuweisen das andere. Die DIN ISO 50006 liefert dafür eine wichtige methodische Grundlage. Sie hilft Unternehmen, ihre energiebezogene Leistung fundiert zu bewerten und tatsächliche Verbesserungen von veränderten betrieblichen Rahmenbedingungen zu unterscheiden.

    Unser kostenfreies Whitepaper zur DIN ISO 50006 bietet Ihnen eine kompakte Orientierung für den fachlich fundierten Umgang mit Energieleistungskennzahlen und energetischen Ausgangsbasen. Jetzt herunterladen!

    Ingenieurin mit gelbem Schutzhelm überprüft technische Anlagen mithilfe eines Tablets in einer Industrieumgebung.

    Energieeffizienz messbar machen – mit aussagekräftigen Kennzahlen

    Wie erkennen Sie, ob Ihre Energieeffizienzmaßnahmen tatsächlich wirken? Unser kostenfreies Whitepaper zeigt, welche Rolle Energieleistungskennzahlen und energetische Ausgangsbasen dabei spielen und wie die DIN ISO 50006 die praktische Umsetzung der ISO 50001 unterstützt.

    Energiemanagement in der Praxis: Wissen zum Hören

    Logo des Podcasts "Podcademy Island"Logo des Podcasts "Podcademy Island"

    Energiemanagement ist mehr als die Umsetzung von Normanforderungen. In unserem Podcast „Podcademy Island“ greifen wir aktuelle Fragestellungen auf, diskutieren praktische Herausforderungen und geben Einblicke in unterschiedliche Perspektiven aus dem Energiemanagement. Neugierig geworden? Dann gleich mal reinhören!

     

    Energiemanagement zwischen Pflicht und Praxis: Worauf kommt es an?

    Kai Zitzmann, Senior Expert Engineer, TÜV Rheinland Industrie Service GmbHKai Zitzmann, Senior Expert Engineer, TÜV Rheinland Industrie Service GmbH

    Welche gesetzlichen Anforderungen müssen Unternehmen im Energiemanagement beachten? Wo liegen die Unterschiede zwischen Energieaudit und Energiemanagementsystem? Und worauf kommt es bei der Umsetzung im betrieblichen Alltag an?

    Im Interview erklärt Kai Zitzmann, Senior Expert Engineer bei TÜV Rheinland Industrie Service GmbH, welchen Herausforderungen Unternehmen begegnen und warum neben technischen Lösungen auch klare Verantwortlichkeiten, wirtschaftliche Überlegungen und die Einbindung der Mitarbeitenden entscheidend sind.

    Dabei geht es auch um die Frage, wie Unternehmen gesetzliche Pflichten und langfristige Energieeffizienzziele miteinander verbinden können, welche Rolle die Unternehmensleitung spielt und was ein Energiemanagementsystem im laufenden Betrieb tatsächlich leisten muss.

    Wie stellt sich für Unternehmen die aktuelle Lage in Bezug auf Energieaudits dar?

    Die Anforderungen an die betriebliche Energieeffizienz sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zwei gesetzliche Regelungen sind dabei besonders relevant: das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) und das Energieeffizienzgesetz (EnEfG).

    Das EDL-G verpflichtet grundsätzlich Unternehmen, die nicht als kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) gelten, zur regelmäßigen Durchführung von Energieaudits. Unternehmen mit einem entsprechend anerkannten Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder einem Umweltmanagementsystem nach EMAS können von dieser Auditpflicht befreit sein.

    Das EnEfG geht darüber hinaus: Unternehmen mit einem entsprechend hohen Gesamtendenergieverbrauch müssen ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einrichten. Die Verpflichtungen hängen damit nicht ausschließlich von der Unternehmensgröße, sondern auch vom Energieverbrauch und den jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen ab.

    Für Unternehmen bedeutet das: Sie sollten regelmäßig prüfen, welche Pflichten für sie gelten und wie sich diese mit einer langfristigen Strategie zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz verbinden lassen.

    Welche Möglichkeiten zur externen Überprüfung ihres Energieverbrauchs haben Unternehmen?

    Eine Möglichkeit ist die Durchführung eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1. Dabei werden Energieeinsatz und Energieverbrauch untersucht, um Einsparpotenziale zu identifizieren und geeignete Effizienzmaßnahmen abzuleiten. Für Unternehmen, die nach dem EDL-G auditpflichtig sind, ist das Energieaudit grundsätzlich alle vier Jahre zu wiederholen.

    Alternativ können Unternehmen ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS einführen und entsprechend zertifizieren beziehungsweise validieren lassen. Welche Option zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten infrage kommt, hängt von den jeweils geltenden Anforderungen ab.

    Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Energieverbräuche dauerhaft zu überwachen und Verbesserungen systematisch nachzuweisen.

    Welche Vorteile bietet ein EnMS gegenüber Energie-Audits?

    Ein Energieaudit liefert eine Bestandsaufnahme des Energieeinsatzes und zeigt konkrete Einsparmöglichkeiten auf. Ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 geht einen Schritt weiter: Es verankert die Verbesserung der energiebezogenen Leistung dauerhaft in den betrieblichen Prozessen.

    Energieziele, Verantwortlichkeiten und Maßnahmen werden systematisch festgelegt und regelmäßig überprüft. Mithilfe geeigneter Energieleistungskennzahlen lässt sich bewerten, ob die umgesetzten Maßnahmen tatsächlich zu Verbesserungen führen.

    Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Unternehmensleitung aktiv in die Steuerung des Energiemanagements eingebunden ist. So wird aus der punktuellen Betrachtung von Einsparpotenzialen ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess

    Was kann ein gutes Energiemanagementsystem im Unternehmensalltag?

    Ein wirksames Energiemanagementsystem schafft Transparenz über Energieverbräuche, Kosten und relevante Einflussfaktoren. Unternehmen können dadurch erkennen, welche Anlagen, Prozesse oder Betriebsbereiche besonders viel Energie benötigen und wo sich Verbesserungen wirtschaftlich umsetzen lassen.

    Entscheidend ist, die gewonnenen Informationen für betriebliche Entscheidungen zu nutzen. Beispielsweise können Energiekennzahlen dabei helfen, ineffiziente Betriebszustände zu erkennen, Investitionen in energieeffiziente Technologien zu bewerten oder den Erfolg umgesetzter Maßnahmen zu überprüfen.

    Neben der Senkung des Energieverbrauchs und möglicher Kosteneinsparungen kann ein Energiemanagementsystem auch dazu beitragen, energiebedingte Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die eigenen Energie- und Klimaziele nachweisbar zu unterstützen.

    Welche Faktoren außer den einzelnen Verbrauchsstellen fließen noch in die EnMS-Betrachtung ein?

    Neben technischen und wirtschaftlichen Faktoren spielt der Mensch eine entscheidende Rolle. Ein Energiemanagementsystem kann nur dann dauerhaft wirksam sein, wenn die relevanten Unternehmensbereiche eingebunden sind und ihre jeweiligen Aufgaben kennen.

    Das beginnt bei der Unternehmensleitung, die Verantwortung für die Wirksamkeit des Systems trägt, und reicht über das Energieteam bis zu den Beschäftigten, die Anlagen und Prozesse täglich betreiben.

    Wichtig sind deshalb klare Verantwortlichkeiten, geeignete Kommunikationswege und das notwendige Fachwissen. Werden Mitarbeitende aktiv einbezogen, können sie Einsparpotenziale im Arbeitsalltag erkennen, Verbesserungsvorschläge einbringen und zur erfolgreichen Umsetzung von Maßnahmen beitragen.

    Warum sollten sich Unternehmen auf solche komplexen EnMS einlassen?

    Die Einführung und der Betrieb eines Energiemanagementsystems erfordern zunächst Zeit, Ressourcen und fachliche Kompetenz. Langfristig bietet ein systematisches Energiemanagement jedoch die Möglichkeit, Energieverbräuche besser zu steuern, Kostenpotenziale zu erschließen und die energiebezogene Leistung kontinuierlich zu verbessern.

    Hinzu kommt, dass Energieeffizienz und nachvollziehbare Verbesserungen zunehmend für Kunden, Geschäftspartner und andere Interessengruppen relevant sind.

    Unternehmen, die bereits Managementsysteme nach ISO 9001 oder ISO 14001 betreiben, können außerdem vorhandene Strukturen nutzen und die ISO 50001 in ein integriertes Managementsystem einbinden. Gemeinsame Prozesse beispielsweise für interne Audits, Managementbewertungen und Verbesserungsmaßnahmen helfen dabei, Doppelarbeit zu vermeiden.

    Die Energieexperten von TÜV Rheinland unterstützen Unternehmen bei der Einführung, Weiterentwicklung und Überprüfung von Energiemanagementsystemen.

    Das sagen unsere Kunden zur Weiterbildung Energiemanagement

    Die Art der Vermittlung hat mir sehr gut gefallen. E-Learning, Vorträge, Gruppenübungen, Diskussionsrunden, Wissenstest mit der digitalen Prüfungsvorbereitungs-App – der Kurs ist sehr abwechslungsreich. Der Referent hat das Thema mit vielen Beispielen verdeutlicht. Der Lehrgang hilft mir sehr beim Einstieg in meine neuen Aufgaben als Energiemanager.

    Erkan Y.
    über den Lehrgang Energiemanager (TÜV)

    Die ISO 50001:2018 hat die fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung in den Fokus gerückt; trotz meiner Berufserfahrung ist das in der Betriebspraxis eine echte Herausforderung. Im Workshop habe ich viele Infos erhalten. Zu Leistungskennzahlen, dem Vorgehen beim Messen und was bei einem Audit zu beachten ist. Jetzt kann der Auditor kommen.

    Theoretische Normen-Anforderungen der ISO 50001 praxisnah zu übersetzen ist meine Herausforderung als Trainer. Mit einer Vielzahl von Praxisbeispielen verdeutliche ich die Erfolgsfaktoren und Stolperfallen beim Aufbau eines EnMS und der Implementierung entsprechender Unternehmensprozesse. Eine offene Seminar-Atmosphäre ist mir sehr wichtig. Gemeinsam erarbeiten wir Lösungsansätze und tauschen Erfahrungen aus.

    Dipl.-Ing. Bernd Reichel, Leiter Environment, Health, Safety & Risk, Saint-Gobain Sekurit
    Trainer des Lehrgangs Energiemanager (TÜV)

    Die vielschichtige Lehrgangsreihe zum Energiemanagement ist systematisch aufgebaut und die Inhalte entsprechend eng miteinander verknüpft. Von den Grundlagen der DIN EN ISO 50001 über technische Energieeffizienz-Betrachtungen bis hin zu den Optimierungen eine Energiemanagementsystems bietet der Kurs alles was man zum Thema wissen muss. Gelerntes kann direkt in die berufliche Praxis umgesetzt werden.

    Dr.-Ing. M. Sc. Bastian Rüther, Geschäftsführer EnPQM GmbH
    Trainer des Lehrgangs Energiemanager (TÜV)

    ISO 50001 oder EMAS: Welche Rolle spielt das Energieeffizienzgesetz?

    Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) bringt Energie- und Umweltmanagement enger zusammen. Unternehmen, die unter die entsprechenden gesetzlichen Verpflichtungen fallen, können diese durch ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS erfüllen. Beide Systeme werden im Gesetz als mögliche Wege anerkannt.

    Während die ISO 50001 auf die Verbesserung der energiebezogenen Leistung ausgerichtet ist, berücksichtigt EMAS die gesamte Umweltleistung eines Unternehmens. Wer bereits eines der beiden Systeme betreibt, kann vorhandene Managementstrukturen auch für das jeweils andere nutzen. Gemeinsame Prozesse, Verantwortlichkeiten und Audits schaffen dabei Synergien, ohne dass die systemspezifischen Anforderungen entfallen.

    Sie möchten auch im Umweltmanagement Verantwortung übernehmen? Unsere EMAS-Weiterbildung vermittelt Ihnen das erforderliche Fachwissen für die praktische Anwendung und Weiterentwicklung eines Umweltmanagementsystems.

    Empfehlung

    EMAS-Manager (TÜV).

    Wie Sie ein Umweltmanagementsystem gemäß EMAS III organisieren, um Ihre Umweltleistung nachhaltig zu verbessern.

    1.970,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
    2.344,30 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    Details
    • Seminar
    • Präsenz / Virtual Classroom
    • 8 Termine verfügbar
    • 32 Unterrichtseinheiten
    • Zertifikat
    • Online durchführbar

    Gut zu wissen: Weitere Impulse für Ihr Energiemanagement


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    Weiterbildungen 21-28 von 28

    Fortbildung für Auditoren nach DIN EN ISO 19011.

    Leitfaden für die Auditierung von Managementsystemen.

    ab 710,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
    ab 844,90 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    Details
    • Seminar
    • Präsenz
    • 21 Termine verfügbar
    • 8 Unterrichtseinheiten
    • Teilnahmebescheinigung
    • Garantie­termine vorhanden

    Der Hausmeister als Energiemanager.

    Erfahren Sie, wie Sie als Energiemanager in öffentlichen Gebäuden Energiesparpotentiale erkennen und realisieren.

    ab 595,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
    ab 708,05 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    Details
    • Seminar
    • Präsenz
    • 5 Termine verfügbar
    • 8 Unterrichtseinheiten
    • Teilnahmebescheinigung

    Technische Anschlussregeln Mittelspannung - VDE-AR-N 4110.

    Workshop: Zertifizierung von Anlagen nach den neuen technischen Anschlussregeln (TAR) Mittelspannung VDE-AR-N 4110.

    ab 845,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
    ab 1.005,55 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    Details
    • Seminar
    • Präsenz
    • 10 Termine verfügbar
    • 8 Unterrichtseinheiten
    • Teilnahmebescheinigung
    • Garantie­termine vorhanden

    Experte für nachhaltiges Lieferkettenmanagement (TÜV).

    Mit Methodenwissen und Praxisanwendung zum anerkannten Zertifikatsabschluß.

    ab 1.620,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
    ab 1.927,80 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    Details
    • Seminar
    • Präsenz / Virtual Classroom
    • 7 Termine verfügbar
    • 16 Unterrichtseinheiten
    • Zertifikat
    • Garantie­termine vorhanden
    Neu

    KI und Automatisierung in der Energiebranche.

    Von Erzeugung und Netzbetrieb bis Vertrieb und Kundenservice – die Einsatzmöglichkeiten von KI in der Energiebranche.

    2.395,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
    2.850,05 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    Details
    • Seminar
    • Virtual Classroom
    • 5 Termine verfügbar
    • 32 Unterrichtseinheiten
    • Teilnahmebescheinigung
    • Online durchführbar

    Energieauditor (TÜV).

    Erfolgreiche Durchführung von internen und externen Audits nach DIN EN ISO 50001.

    2.445,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
    2.909,55 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    Details
    • Seminar
    • Präsenz / Virtual Classroom
    • 12 Termine verfügbar
    • 26 Unterrichtseinheiten
    • Zertifikat
    • Garantie­termine vorhanden

    Fachkraft für Facility Management in Rechenzentren.

    Qualifizierung für Betreiberpersonal von Rechenzentren mit Schwerpunkt auf Energieeffizienz: IT-spezifische TGA, DIN EN 50600.

    1.495,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
    1.779,05 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    Details
    • Seminar
    • Präsenz / Virtual Classroom
    • 5 Termine verfügbar
    • 24 Unterrichtseinheiten
    • Zertifikat
    • Garantie­termine vorhanden
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