Prozess- Qualitäts- und RisikomanagementProzess- Qualitäts- und Risikomanagement

Prozess- Qualitäts- und Risikomanagement

Prozesse sicher gestalten, Fehler rechtzeitig entdecken und Risiken vermeiden.

Voraussetzung für das In-Verkehr-Bringen ist die Sicherstellung der Qualität und Leistung von Medizinprodukten über den kompletten Produktlebenszyklus. Dies erfordert die Regelung aller relevanten Unternehmensprozesse sowie ein funktionierendes Qualitäts- und Risikomanagementsystem. Weitere wesentliche Faktoren, die es zu regeln gilt, sind die Validierung der Herstellprozesse, ein funktionierendes CAPA-System und der richtige Umgang mit Lieferanten. Unsere Seminare versetzen Sie in die Lage die Anforderungen an das Managementsystem, die Prozesse und die Dokumentation sicher einzuhalten und zu überwachen. In unserem Seminarangebot finden Sie auch Live-Online-Trainings z.B. zur Revision der EN ISO 13485.

Weiterbildung mit Planungs-Garantie durch Virtual Classroom

Auch wenn die aktuelle Corona Situation für viel Ungewissheit sorgt, können Sie sich auf unsere Seminare verlassen!
Ein Großteil unserer Weiterbildungen finden zur Zeit online als Virtual Classroom – auch mit Garantietermin – statt. Somit können Sie Ihre nächste Weiterbildung planen und sicher von zu Hause lernen. Alle Virtual Classroom Seminare zu dem Thema Prozess- Qualitäts- und Risikomanagement finden Sie hier.

Unser gesamtes Weiterbildungsangebot finden Sie über die Suchfunktion.

Modularer Lehrgang mit TÜV Abschluss: Expert Quality Management Medical Devices International (TÜV).

Dieser modulare Lehrgang ermöglicht Ihnen stufenweise, Ihre persönliche Qualifikation zum Qualitätsexperten für Medizinprodukte zu erwerben. Nach Teilnahme an allen fünf Seminarmodulen und bestandener Prüfung erbringen Sie den Nachweis Ihrer Qualifikation und Kompetenz in den Bereichen Managementsysteme, Prozessmanagement sowie zum Umgang mit Vorbeuge- und Korrekturmaßnahmen. Sie sind in der Lage, die normativen und gesetzlichen Anforderungen umzusetzen und die Umsetzung zu überwachen.

Zertifizierte Lehrgänge mit TÜV-Abschluss.

Die Reihenfolge der Module ist in dem Lehrgang frei wählbar. Sie erwerben innerhalb von drei Jahren (beginnend mit dem ersten Seminartag) stufenweise Ihre persönliche Qualifikation. Alle Module sind auch unabhängig des modularen Lehrgangs einzeln buchbar. Wählen Sie hierfür einfach Ihre passende Weiterbildung:

Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne telefonisch unter unserer kostenlosen Nummer: 0800 135 355 77

Modularer Lehrgang mit TÜV Abschluss: 1st and 2nd Party Auditor Medical Devices International (TÜV).

Wenn Sie bereits mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in der Medizinprodukteindustrie bzw. in der Durchführung von Audits in anderen Industriezweigen sammeln konnten, können Sie sich aufbauend auf der Qualifikation Expert Quality Management Medical Devices International (TÜV) zum 1st and 2nd Party Auditor Medical Devices International (TÜV) qualifizieren. Sie erbingen durch den Besuch aller drei Seminarmodule und der erfolgreichen Absolvierung der PersCert-Prüfung den Nachweis Ihrer Qualifikation und Kompetenz in der Vorbereitung und Durchführung von internen Audits und Lieferantenaudits.

Zertifizierte Lehrgänge mit TÜV-Abschluss.

Die Reihenfolge der Module ist in dem Lehrgang frei wählbar. Sie erwerben innerhalb von drei Jahren (beginnend mit dem ersten Seminartag) stufenweise Ihre persönliche Qualifikation. Alle Module sind auch unabhängig des modularen Lehrgangs einzeln buchbar. Wählen Sie hierfür einfach Ihre passende Weiterbildung:

Voraussetzung: Expert Quality Management Medical Devices International (TÜV)
(Siehe Abschluss oben)

Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne telefonisch unter unserer kostenlosen Nummer: 0800 135 355 77

Process Validation Expert Medical Devices (TÜV).

Dieser modulare Lehrgang ermöglicht es Ihnen, stufenweise Ihre persönliche Qualifikation zum Experten für Prozessvalidierung für Medizinprodukte zu erwerben. Nach Teilnahme an allen drei Seminarmodulen und bestandener Prüfung erbringen Sie den Nachweis Ihrer Qualifikation und Kompetenz, dass Sie mit Vorgaben, gängigen Modellen und statistischen Methoden für die Prozessvalidierung im Rahmen der Herstellung von Medizinprodukten vertraut sind und eine Prozessvalidierung effizient durchführen, auswerten und dokumentierten können.

Zertifizierte Lehrgänge mit TÜV-Abschluss.

Die Reihenfolge der Module ist in dem Lehrgang frei wählbar. Sie erwerben innerhalb von drei Jahren (beginnend mit dem ersten Seminartag) stufenweise Ihre persönliche Qualifikation. Alle Module sind auch unabhängig des modularen Lehrgangs einzeln buchbar. Wählen Sie hierfür einfach Ihre passende Weiterbildung:

Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne telefonisch unter unserer kostenlosen Nummer: 0800 135 355 77

10. TÜV Rheinland Medizinproduktekonferenz

Informieren Sie sich anlässlich unserer 10. TÜV Rheinland-Medizinproduktekonferenz am 20. und 21. Oktober 2021 über den aktuellen Stand der regulatorischen Vorgaben, Gesetze und Normen der Medizintechnik und weiterer aktueller Brennpunktthemen für die Medizintechnikbranche. Experten von TÜV Rheinland, Behörden und aus der Medizinprodukteindustrie thematisieren die wichtigsten Fragen und Probleme bezüglich praxisnaher Auslegung und Anwendung. Dabei nehmen Sie verschiedene Blickrichtungen ein und zeigen Erfolgsmodelle zur effizienten Umsetzung auf.

Buchen Sie jetzt bis zum 31.05.2021 Ihren Platz für die 10. Medizinproduktekonferenz der TÜV Rheinland Akademie. Melden Sie sich direkt an, profitieren von unserem Early-Bird-Preis und sparen insgesamt 100,00 €. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Empfehlung
Neu
Expertentreff für Hersteller, Zulieferer, Inverkehrbringer sowie Behörden und Benannte Stellen.

Risikomanagement: Was ist neu an der ISO 14971:2019 (dritte Ausgabe)

Ende 2019 ist die sogenannte dritte Ausgabe der Norm ISO 14971 ‚Medizinprodukte – Anwendung des Risikomanagements auf Medizinprodukte‘ veröffentlicht worden. Inzwischen wurde diese Norm auch als europäische Norm übernommen (EN ISO 14971:2019) und der Technical Report, also die Erläuterungen zur ISO 14971, aktualisiert (ISO/TR 24971:2020). Trotz umfangreicher Umstrukturierungen, wie z.B. die Verlagerung von 6 Anhängen aus der Norm in den Technical Report, hat sich prinzipiell bei den Anforderungen an das Risikomanagement für Medizinprodukte nicht viel verändert. Ziel des Risikomanagements für Medizinprodukte bleibt die Sicherheit für Patient, Anwender und Dritte. Viele Anforderungen wurden jedoch präzisiert, Begriffe und Formulierungen wurden international üblichen Begriffen und Formulierungen angeglichen.

Erstaunlich ist, dass die EN ISO 14971:2019 keinen Anhang Z aufweist. Damit fehlt die Grundlage für eine Harmonisierung der Norm sowohl gemäß den Richtlinien AIMD, MDD, IVDD als auch den Verordnungen MDR und IVDR. Aus Sicht der meisten Benannten Stellen ist die EN ISO 14971:2019 jedoch als „Stand der Technik“ trotz fehlender Harmonisierung für alle Medizinproduktehersteller verbindlich. Wichtig bei der Umsetzung der Anforderungen aus der Norm ist nach wie vor die Tatsache, dass die Richtlinien und Verordnungen hierarchisch über den Normen stehen. Die ISO 14971:2019 mit der ISO/TR 24971:2020 stellt beispielsweise für die Risikoakzeptanz drei Ansätze zur Risikobeherrschung zur Auswahl:
a) ein Risiko so weit wie vernünftigerweise durchführbar mindern
b) ein Risiko so weit wie vernünftigerweise erreichbar mindern
c) ein Risiko so weit wie möglich mindern, ohne das Nutzen-Risiko-Verhältnis nachteilig zu beeinflussen
Sowohl in der MDR als auch in der IVDR wird aber im Anhang I Punkt 2 explizit die Auswahl „c“ eingefordert, so dass dieser Ansatz der Risikobeherrschung für die CE-Kennzeichnung eines Medizinproduktes zwingend umgesetzt werden muss.

Die zum Teil zwischen zuständigen Behörden, Benannten Stellen und Medizinprodukteherstellern geführten Diskussionen bei der Risikoeinschätzung sollten mit der geänderten Norm beendet sein. Die Risikomanagementnorm definiert sehr klar und deutlich, dass bei der Eintrittswahrscheinlichkeit das Auftreten eines Schadens und nicht die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Produktfehlers oder die Fehlanwendung eines Anwenders gemeint ist. Diese sinnvolle Klarstellung wird unter anderem im Anhang C der ISO 14971:2019 erläutert. Die meisten Medizinproduktehersteller werden feststellen, dass im Risikomanagementplan deutlich mehr schriftlich festgelegt und erläutert werden muss. Insbesondere bei den Bewertungskriterien für einzelne Risiken und der Bewertung des Gesamtrestrisikos wird mehr eingefordert. Außerdem müssen im Risikomanagementplan die Aktivitäten während der Herstellung und der Herstellung nachgelagerter Phasen deutlicher herausgearbeitet werden. Aus Erfahrung ist es sinnvoll, die Unterschiede zwischen der zweiten und dritten Ausgabe der ISO 14971 über eine GAP-Analyse zu veranschaulichen. Anhand der GAPs und den eigenen Prozessbeschreibungen und Aufzeichnungen können dann sehr systematisch und zielführend die geänderten Anforderungen umgesetzt werden. Als Unterstützung für die Umsetzung bietet der TÜV Rheinland entsprechende Seminare und hilfreiche Praxis-Workshops an. Die Umsetzung der Anforderungen der ISO 14971:2019 und der ISO/TR 24971:2020 ist zeitlich kein Mammutwerk, erfordert aber eine systematische Vorgehensweise und auch ein wenig Kreativität.

Germering, September 2020

Regular Services GbR
Gabriele-Münter-Straße 5
D-82110 Germering
Germany

Interview: Hans-Peter Wettl über den neuen Ansatz für Audits.

Hans-Peter Wettl sprach mit uns über MDSAP - Medical Device Single Audit Program

Wann und wie oft werden Hersteller von Medizinprodukten auditiert?

Die Voraussetzung für die Marktregistrierungen oder Zulassungen von Medizinprodukten ist nicht auf den Nachweis der Performance der Produkte beschränkt, sondern beinhaltet auch den laufenden Nachweis eines funktionierenden Qualitätsmanagementsystems. Dieser Ansatz, Produktnachweis und Qualitätsmanagementnachweis, hat sich mittlerweile weltweit etabliert. Die Überprüfung des Qualitätsmanagementsystems erfolgt je nach Zulassungsverfahren der einzelnen Länder (Jurisdiktionen) initial durch eine Zertifizierung oder Inspektion des Herstellers. Weitere Routine-Audits erfolgen wiederum je nach Anforderungen der einzelnen Jurisdiktionen. Unabhängig der besonderen Anforderungen einzelner Jurisdiktionen, werden im Rahmen der Audits oder Inspektionen immer die gleichen wesentlichen regulativen Qualitätsmanagement-Anforderungen überprüft. In je mehr Länder ein Hersteller seine Produkte also in Verkehr bringt, desto mehr Audits und Inspektionen muss er von den Behörden der jeweiligen Jurisdiktionen über sich ergehen lassen.

Wäre ein QMS-Audit für alle Jurisdiktionen nicht wünschenswert?

Mit Einführung der Qualitätsmanagementnorm ISO 13485:2016 ist eine Plattform geschaffen worden, welche die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem definiert und somit global angewendet werden kann. Der Ruf lag also nahe, ob man den „Audit-Tourismus“ nicht abschaffen kann und durch ein effizienteres System für Herstellerkontrollen ersetzen kann. Das war im Prinzip die Geburtsstunde des MDSAP (Medical Device Single Audit Programs). Die Idee ist einfach und einleuchtend: Warum kann nicht eine unabhängige Organisation beim Hersteller Audits durchführen, im Auftrag aller Jurisdiktionen der Welt? Der gemeinsame Nenner eines Qualitätsmanagementsystems ist ja die weltweit anerkannte Norm ISO 13485:2016, welche im Rahmen der MDSAP-Audits nur noch die zusätzlichen Anforderungen einzelner Jurisdiktionen mitbetrachten muss.

Ein Audit für die ganze Welt?

Mit Einführung der Qualitätsmanagementnorm ISO 13485:2016 ist eine Plattform geschaffen worden, welche die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem definiert und somit global angewendet werden kann. Der Ruf lag also nahe, ob man den „Audit-Tourismus“ nicht abschaffen kann und durch ein effizienteres System für Herstellerkontrollen ersetzen kann. Das war im Prinzip die Geburtsstunde des MDSAP (Medical Device Single Audit Programs). Die Idee ist einfach und einleuchtend: Warum kann nicht eine unabhängige Organisation beim Hersteller Audits durchführen, im Auftrag aller Jurisdiktionen der Welt? Der gemeinsame Nenner eines Qualitätsmanagementsystems ist ja die weltweit anerkannte Norm ISO 13485:2016, welche im Rahmen der MDSAP-Audits nur noch die zusätzlichen Anforderungen einzelner Jurisdiktionen mitbetrachten muss.

Was versteht man unter einem MDSAP Auditprogramm?

Mit Einführung der Qualitätsmanagementnorm ISO 13485:2016 ist eine Plattform geschaffen worden, welche die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem definiert und somit global angewendet werden kann. Der Ruf lag also nahe, ob man den „Audit-Tourismus“ nicht abschaffen kann und durch ein effizienteres System für Herstellerkontrollen ersetzen kann. Das war im Prinzip die Geburtsstunde des MDSAP (Medical Device Single Audit Programs). Die Idee ist einfach und einleuchtend: Warum kann nicht eine unabhängige Organisation beim Hersteller Audits durchführen, im Auftrag aller Jurisdiktionen der Welt? Der gemeinsame Nenner eines Qualitätsmanagementsystems ist ja die weltweit anerkannte Norm ISO 13485:2016, welche im Rahmen der MDSAP-Audits nur noch die zusätzlichen Anforderungen einzelner Jurisdiktionen mitbetrachten muss.

Seminarübersicht zum Download

In unserer Seminarübersicht finden Sie alle unserer Weiterbildungsangebote aus dem Bereich "Medizintechnik“ auf einem Blick.

Medizintechnik Broschüre 2021

Sicherheit bei Design, Entwicklung, In-Verkehr-Bringen, internationaler Zulassung, Marktbeobachtung. Für einen Gesamteindruck über unser bundesweites Medizintechnik-Seminarportfolio werfen Sie einen Blick in unsere aktuelle Broschüre für das Jahr 2021.

PDF, 92 Seiten, 2,8mb

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