Fachkraft für ArbeitssicherheitFachkraft für Arbeitssicherheit

Fachkraft für Arbeitssicherheit

In weniger als einem Jahr zur Fachkraft für Arbeitssicherheit

Als Fachkraft für Arbeitssicherheit kurz Sifa beraten und unterstützen Sie den Unternehmer in allen Fragen zur Unfallverhütung, Steigerung und Akzeptanz der Arbeitssicherheit in Produktion, Gewerbe und Verwaltung und bei der Gestaltung eines menschengerechten Arbeitsumfelds. Alle Unternehmer sind gemäß §5 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) dazu verpflichtet eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu bestellen. Diese kann sowohl intern aus dem Kreis der Mitarbeitenden kommen oder durch einen externen Dienstleister, wie zum Beispiel die Arbeitsmedizinischen Dienste des TÜV Rheinlands, geleistet werden. In §6 ASiG werden die Aufgaben und in §7 die Anforderungen, die an eine Sifa gestellt werden, gesetzlich geregelt. Wir vermitteln Ihnen in unserem staatlich anerkannten Lehrgang die sicherheitstechnische Fachkunde der Ausbildungsstufen I-III. Die branchenspezifische Vertiefung vermitteln wir gemäß den Richtlinien der BG Holz Metall. Die Ausbildung erfolgt im Wechsel von Präsenzseminaren und Selbstlernphasen. Zwischen den Präsenzphasen III und IV absolvieren Sie ein berufsbegleitendes betriebliches Praktikum. Sie können frei zwischen unseren Standorten wählen und haben so die Möglichkeit die Ausbildung in 7-9 Monaten zu beenden. Unsere Lehrgänge sind staatlich anerkannt und gemäß den Richtlinien der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) konzipiert.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Welche Berufsqualifizierung ist Voraussetzung für die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa)? 

    Grundsätzlich sollen Fachkräfte für Arbeitssicherheit eine Berufsausbildung als Meister, Techniker oder Ingenieur (bzw. Bachelor of Engineering oder einen natur-wissenschaftlichen Studienabschluss) haben. Geregelt ist dieses im Arbeitssicherheitsgesetz bzw. in der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) Vorschrift 2 der zuständigen Berufsgenossenschaft. Als vergleichbare Qualifikation wird gewertet, wer mindestens 4 Jahre eine Tätigkeit ausübt, die der eines staatlich anerkannten Technikers bzw. geprüften Meisters vergleichbar ist.
  • Ist die Teilnahme an den Lehrgängen auch ohne die entsprechende Berufsqualifizierung möglich?

    Eine Teilnahme am Lehrgang Fachkraft für Arbeitssicherheit ist auf Antrag auch möglich, wenn eine abweichende Berufsqualifizierung vorliegt. Sie können die sicherheitstechnische Sachkunde erwerben. Wir weisen aber an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass eine Ausübung der Tätigkeit einer Fachkraft für Arbeitssicherheit nicht oder evtl. nur eingeschränkt möglich ist, da der entsprechende Berufsabschluss und die Berufserfahrung fehlen. Die Qualifikation kann aber auch für sonstige Tätigkeiten im betrieblichen Arbeitsschutz oder der Beratung genutzt werden.

  • Kann ich auch während der Berufsqualifizierung am Lehrgang teilnehmen?

    Personen, die Punkte 1 und 2 noch nicht erfüllen, weil sie noch in der Qualifizierungsphase (z.B. Studium oder Meisterkurs) sind oder noch keine zweijährige Berufserfahrung haben, können bereits am Lehrgang teilnehmen. Die Bestellung zur Sifa ist aber erst möglich, wenn die Anforderungen erfüllt sind oder die zuständigen Stellen (Arbeitsschutzbehörde und Berufsgenossenschaft bzw. Unfallkasse) eine Ausnahmegenehmigung erteilen.

  • Gibt es Ausnahmeregelungen bei abweichenden Berufsqualifikationen?

    Über die Anerkennung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit für die sicherheitstechnische Betreuung eines Unternehmens entscheiden die zuständigen Arbeitsschutzbehörden Ihres Bundeslandes (z.B. Amt für Arbeitsschutz/ Bezirksregierung/ Regierungspräsidium) und die zuständige Berufsgenossenschaft.

  • Wie ist der zeitliche Ablauf der Sifa-Ausbildung?

    Der Ausbildungslehrgang Fachkraft für Arbeitssicherheit gliedert sich allgemein in fünf Präsenzphasen (insgesamt 27 Tage), drei Selbstlernphasen (jeweils ca. 80 Lernstunden), eine Praktikumsphase (8 Wochen berufsbegleitend) und vier Lernerfolgskontrollen (Prüfungen) innerhalb der Präsenzphasen. Die TÜV Rheinland Akademie gestaltet die zeitliche Abfolge der einzelnen Phasen so, dass ein Abschluss in ca. 7 Monaten möglich ist. Die Teilnehmenden können die Lehrgangszeit etwas strecken, in dem sie den Lehrgang unterbrechen und das Folgemodul eines später gestarteten Lehrgangs besuchen. Das kann flexibel abgestimmt werden. Allerdings soll eine Gesamtdauer von drei Jahren nicht überschritten werden.

  • Wie läuft die betriebliche Praktikumsphase ab?

    Zwischen den Präsenzphasen III und IV findet die betriebliche Praktikumsphase statt. Sie hat in der Regel eine Dauer von 8 Wochen, wobei der Zeitumfang für die Bearbeitung der Aufgabenstellung ca. 10 Arbeitstage umfassen soll. Eine berufsbegleitende Durchführung des Praktikums ist also möglich.

    Grundsätzlich wird das Thema zwischen Teilnehmendem und Praktikumsbetrieb sowie der TÜV Rheinland Akademie als Ausbildungsträger abgestimmt und schriftlich festgelegt. Es empfiehlt sich, dass die Praktikumsaufgabe in dem Betrieb durchgeführt wird, in dem man später als Sifa tätig werden soll. Es kann aber auch ein anderer Praktikumsbetrieb gesucht werden.

    Zur Bearbeitung der praktischen Aufgabe wird ein Praktikumsbericht erstellt (Umfang ca. 20 Seiten), der vom Ausbildungsträger bewertet wird (Lernerfolgskontrolle 2). In der anschließenden Präsenzphase IV präsentiert der Teilnehmende seine Praktikumsergebnisse (Lernerfolgskontrolle 3).

  • Kann der Ausbildungsträger gewechselt werden?

    Es ist möglich in einen Lehrgang der TÜV Rheinland Akademie zu wechseln, wenn freie Plätze vorhanden sind und nachgewiesen wird, dass die vorherigen Module bei einem anderen Ausbildungsträger (Berufsgenossenschaft oder freie anerkannte Ausbildungsträger) erfolgreich absolviert wurden. Ebenso kann zu anderen Ausbildungsträgern gewechselt werden.

  • Branchenspezifische Vertiefung/ Anerkennung durch branchenfremde BG

    Die Ausbildungsstufe III (branchenspezifische Vertiefung; unsere Sem.-Nr. 05005) wird nach den inhaltlichen Vorgaben der Berufsgenossenschaft Holz und Metall durchgeführt.
    Die Berufsgenossenschaft, die der Bestellung zustimmen muss, kann weitere Fortbildung verlangen. Insbesondere dann, wenn Sie für einen Betrieb tätig werden sollen, der nicht der Metallbranche angehört bzw. nicht bei der BG Holz und Metall versichert ist. Es wird dann der Besuch des branchenspezifischen Kurses der jeweiligen BG empfohlen oder verlangt.

  • Wie soll sich eine Fachkraft für Arbeitssicherheit fortbilden?

    Wie bei allen Qualifikationen gilt auch für die sicherheitstechnische Fachkunde der Fachkraft für Arbeitssicherheit, dass eine regelmäßige Fortbildung erfolgen soll. Das Arbeitssicherheitsgesetz trifft dazu nur allgemeine Aussagen. Grundsätzlich gelten nicht nur Seminare, sondern auch die Mitwirkung an Arbeitskreisen, Besuch von Fachmessen oder Selbststudium durch Fachliteratur als Fortbildung. Staatliche Stellen und Fachverbände empfehlen einen Fortbildungsumfang von ca. 3 Wochen in 3 Jahren.

    Neben unserem Seminar Nr. 05070 „Fortbildung für Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ sind also auch weitere Seminare aus unserem Programm geeignet, die den oben genannten Kriterien entsprechen. Es sind ausdrücklich nicht nur Arbeitsschutzthemen und angrenzende technische Seminare geeignet, sondern auch Kommunikations- und Managementthemen.

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