Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP). E-Learning.
Mehr Flexibilität durch die Zusatzqualifikation nach DGUV Vorschrift 3.
- Seminar
- E-Learning
- Jederzeit verfügbar
- 16 Unterrichtseinheiten
- Teilnahmebescheinigung
- Garantietermine vorhanden
Elektrische Anlagen und Betriebsmittel gehören in vielen technischen Berufen zum Arbeitsalltag. Wer keine elektrotechnische Berufsausbildung hat, benötigt dafür fundiertes Wissen, klar definierte Aufgaben und die passende Qualifikation. Unsere Weiterbildungen vermitteln elektrotechnische Grundlagen und bereiten auf betriebliche Aufgaben vor – vom Grundlagenkurs über die Qualifizierung zur elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP) bis zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EffT/EFKffT).
Ob in Haustechnik, Produktion, Instandhaltung, Montage oder Service: Sobald Mitarbeitende mit elektrischen Betriebsmitteln oder Anlagen in Berührung kommen, müssen sie Gefahren erkennen, Schutzmaßnahmen verstehen und ihre eigenen Grenzen kennen. Eine passende Weiterbildung schafft dafür die fachliche Grundlage. Sie unterstützt Unternehmen zugleich dabei, Aufgaben nachvollziehbar zu organisieren und qualifizierte Mitarbeitende gezielt einzusetzen.
✓ elektrotechnische Zusammenhänge verständlich einordnen
✓ Gefährdungen und Schutzmaßnahmen sicherer erkennen
✓ Aufgaben, Verantwortung und Grenzen der eigenen Qualifikation verstehen
✓ Wissen unmittelbar auf typische betriebliche Situationen übertragen
✓ den eigenen Tätigkeitsbereich gezielt und qualifiziert erweitern
✓ Mitarbeitende passend zu wiederkehrenden Aufgaben qualifizieren
✓ Zuständigkeiten und Arbeitsabläufe klarer definieren
✓ elektrotechnische Gefährdungen im Arbeitsalltag bewusster steuern
✓ Instandhaltung und Service durch qualifiziertes Personal unterstützen
✓ Unterweisungen und Kompetenzentwicklung systematisch planen
Wichtig: Ein Seminar vermittelt Wissen und dokumentiert die absolvierte Qualifizierung. Welche Aufgaben eine Person anschließend im Betrieb übernehmen darf, legt der Arbeitgeber auf Grundlage der konkreten Tätigkeit, der vorhandenen Qualifikation und der betrieblichen Schutzorganisation fest. Bevor eine Tätigkeit aufgenommen werden darf, muss die Person zunächst im Unternehmen unterwiesen werden.
Der passende Einstieg richtet sich nach Ihren Vorkenntnissen und den geplanten Aufgaben. Unsere Angebote reichen von Grundlagenwissen über die EuP-Qualifizierung bis zur theoretischen und praktischen Ausbildung zur EFKffT. Termine, Lernformate und aktuelle Preise finden Sie direkt in der Produktübersicht.
Nicht der Kursname, sondern die spätere Aufgabe und Ihre vorhandenen Vorkenntnisse bestimmen den passenden Weg. Wer Grundlagen aufbauen möchte, benötigt eine andere Qualifizierung als eine Person, die unter fachlicher Aufsicht unterstützt oder klar festgelegte elektrotechnische Arbeiten ausführt. Diese Orientierung hilft bei der Vorauswahl:
| Ihr Ziel | Geeignete Schulung | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Elektrotechnische Zusammenhänge verstehen | Grundlagenkurs oder E-Learning | Wissensaufbau ohne automatische betriebliche Rollenübertragung |
| Bei konkret übertragenen Aufgaben unterstützen | Qualifizierung zur EuP | Einsatz unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft; betriebliche Unterrichtung erforderlich |
| Klar festgelegte, gleichartige Arbeiten ausführen | Ausbildung zur EffT in Theorie + Praxis | Tätigkeitsbereich muss geeignet, eindeutig beschrieben und betrieblich übertragen sein |
| Als EuP den Tätigkeitsbereich gezielt erweitern | EffT-Aufbaukurs für EuP und anschließende Praxisschulung | EuP-Vorkenntnisse werden angerechnet; Praxis bleibt Bestandteil des Ausbildungswegs |
| Ihr Wissen aktuell halten | Jahresunterweisung oder fachliche Auffrischung | Betriebliche Pflicht und vertiefende Aktualisierung voneinander unterscheiden |
EuP und EFKffT unterscheiden sich vor allem durch Aufgabenbereich und Fachverantwortung. Beide Qualifikationen sind auf den konkreten betrieblichen Einsatz bezogen und ersetzen keine Ausbildung zur Elektrofachkraft.
Typischer Einsatz:
Eine EuP unterstützt bei konkret übertragenen Aufgaben mit elektrischem Bezug. Elektrotechnische Arbeiten führt sie unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft aus.
Verantwortung:
Die EuP übernimmt keine eigene elektrotechnische Fachverantwortung.
Qualifizierung:
Sie erhält eine elektrotechnische Unterrichtung und wird anschließend für ihre konkreten betrieblichen Aufgaben eingewiesen und erforderlichenfalls angelernt.
Betriebliche Voraussetzungen:
Das Unternehmen legt Aufgaben, Gefährdungen, Schutzmaßnahmen sowie Art und Umfang der Leitung und Aufsicht fest.
Grenzen:
Eine EuP darf Aufgaben außerhalb des übertragenen Bereichs nicht selbstständig elektrotechnisch beurteilen oder ausführen.
Typischer Einsatz:
Eine EFKffT führt klar festgelegte, gleichartige und wiederkehrende elektrotechnische Arbeiten aus, für die sie theoretisch und praktisch qualifiziert wurde.
Verantwortung:
Innerhalb dieser festgelegten Tätigkeiten übernimmt sie elektrotechnische Fachverantwortung.
Qualifizierung:
Die Ausbildung umfasst theoretische und praktische Inhalte für den vorgesehenen Tätigkeitsbereich.
Betriebliche Voraussetzungen:
Das Unternehmen beschreibt die Tätigkeiten, prüft Eignung und Qualifikation, führt die betriebliche Einweisung durch und überträgt den Aufgabenbereich eindeutig.
Grenzen:
Die Qualifikation gilt nicht automatisch für andere Anlagen, neue Arbeitsverfahren oder beliebige elektrotechnische Arbeiten.
„Kleiner Elektroschein“ ist eine umgangssprachliche Bezeichnung, aber kein definierter Abschluss. Gemeint sein können je nach Anbieter und Betrieb eine EuP-Qualifizierung, eine Ausbildung zur EFKffT oder ein Grundlagenkurs. Prüfen Sie deshalb immer Lernziel, Voraussetzungen und den vorgesehenen betrieblichen Aufgabenbereich.
Welche Aufgaben nach einer Qualifizierung möglich sind, hängt vom konkreten Arbeitsplatz ab. Maßgeblich sind unter anderem Betriebsmittel, Arbeitsverfahren, Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Vorkenntnisse und die elektrotechnische Organisation im Unternehmen.
Eine EuP kann bei klar übertragenen Aufgaben unterstützen, nachdem eine Elektrofachkraft sie über die Aufgabe, mögliche Gefahren und erforderliche Schutzmaßnahmen unterrichtet und bei Bedarf angelernt hat. Elektrotechnische Arbeiten erfolgen unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft.
Mögliche Einsatzfelder können – abhängig von der betrieblichen Festlegung – sein:
Nicht umfasst sind eigenständige Planung, Fehlersuche, Änderung oder Beurteilung elektrotechnischer Arbeiten außerhalb des übertragenen Aufgabenbereichs.
Eine EFKffT führt gleichartige, sich wiederholende elektrotechnische Arbeiten aus, für die sie theoretisch und praktisch qualifiziert wurde. Der Arbeitgeber beschreibt diese Tätigkeiten in einer Arbeitsanweisung und begrenzt den Einsatz auf den festgelegten Aufgabenbereich.
Je nach Beruf und betrieblicher Festlegung können dazu beispielsweise gehören:
Die Qualifikation gilt nicht automatisch für andere Anlagen, neue Arbeitsverfahren oder beliebige Elektroarbeiten. Ändert sich der Tätigkeitsbereich, muss das Unternehmen die Qualifikation und betriebliche Festlegung erneut bewerten.
Eine wirksame Qualifizierung verbindet fachliches Lernen mit dem konkreten betrieblichen Einsatz. Seminar, praktische Ausbildung und betriebliche Aufgabenübertragung erfüllen dabei unterschiedliche Funktionen.
Für die Qualifizierung zur EuP ist keine Berufsausbildung erforderlich. Entscheidend sind die persönliche Eignung für die vorgesehene Aufgabe sowie die Fähigkeit, Unterweisungen und Sicherheitsvorgaben zuverlässig umzusetzen. Vor dem betrieblichen Einsatz folgen die aufgabenbezogene Unterrichtung, erforderlichenfalls das Anlernen und die organisatorische Festlegung durch das Unternehmen.
Die Ausbildung zur EffT beziehungsweise EFKffT richtet sich an Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einer gleichwertigen beruflichen Tätigkeit, die in ihrem nicht-elektrotechnischen Beruf klar definierte elektrotechnische Aufgaben übernehmen sollen. Der Ausbildungsweg umfasst Theorie und Praxis; vorhandene EuP-Kenntnisse können beim Aufbauweg berücksichtigt werden.
Die Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EffT) bietet Ihnen die Möglichkeit, bestimmte elektrische Arbeiten eigenständig und sicher durchzuführen. Sie können zwischen zwei Ausbildungswegen wählen:
Unsere Ausbildungswege zur EffT:
Aufgabe definieren: Welche Arbeit soll an welchen Betriebsmitteln und unter welchen Bedingungen ausgeführt werden?
Qualifizierung auswählen: Grundlagenkurs, EuP oder EFKffT auf den vorgesehenen Tätigkeitsbereich abstimmen.
Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln: Theorie, praktische Übungen und Prüfungen entsprechend dem Qualifizierungsziel durchführen.
Betrieblich einweisen: Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Arbeitsverfahren, Grenzen und Zuständigkeiten am konkreten Arbeitsplatz vermitteln.
Aufgabe übertragen und Kompetenz erhalten: Verantwortlichkeiten dokumentieren, Unterweisungen durchführen und Wissen regelmäßig aktualisieren.
Verantwortung des Unternehmens: Kurszertifikate ersetzen weder die Gefährdungsbeurteilung noch die betriebliche Einweisung und Aufgabenübertragung. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass Qualifikation, Tätigkeit und elektrotechnische Organisation zusammenpassen.
Qualifizierung muss zum Arbeitsalltag passen. Deshalb stehen je nach Thema Präsenzseminare, virtuelle Formate und E-Learnings zur Verfügung. Während Seminare und Praxisschulungen direkten Austausch und Übungen ermöglichen, eignen sich digitale Formate besonders für flexiblen Wissensaufbau und die Vorbereitung auf weitere Qualifizierungsschritte.
Mit E-Learnings erarbeiten Sie theoretische Grundlagen orts- und zeitunabhängig. Für den späteren betrieblichen Einsatz als EuP bleibt die konkrete Unterrichtung und Einweisung durch eine Elektrofachkraft erforderlich. Wichtig: Das digitale Zertifikat dokumentiert den Lernabschluss, überträgt aber keine betriebliche Aufgabe.
Mehr Flexibilität durch die Zusatzqualifikation nach DGUV Vorschrift 3.
Die betriebliche Unterweisung und eine fachliche Auffrischung erfüllen unterschiedliche Zwecke. Die Unterweisung bezieht sich auf den konkreten Arbeitsplatz, die Gefährdungen und Schutzmaßnahmen im Unternehmen und muss in angemessenen Abständen, mindestens jedoch jährlich, wiederholt werden. Eine Auffrischung vertieft und aktualisiert darüber hinaus Fachwissen und praktische Handlungssicherheit.
Gesetzliche und technische Neuerungen für Elektrofachkräfte für festgelegte Tätigkeiten.
Wir vermitteln Ihnen zur Vermeidung von elektrotechnischen Unfällen die aktuellen Anforderungen für EuP und EffT.
Je nach Einsatzbereich können zusätzliche Kenntnisse wichtig sein, zum Beispiel in den Bereichen PV-Anlagen, Hochvolt oder elektrische Antriebe. Solche Seminare sind besonders dann relevant, wenn allgemeine elektrotechnische Grundlagen nicht ausreichen und branchenspezifisches Wissen benötigt wird.
Damit unterstützt die Themenseite nicht nur bei der ersten Orientierung, sondern auch bei der Auswahl sinnvoller Weiterbildungswege für spezielle Aufgabenfelder.
Hendrick Neef, Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik, über die Vorteile des Seminars "Elektrotechnisch unterwiesene Person - EuP"
Welche Vorteile bieten sich den Teilnehmern durch den Besuch des Seminars "Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP)" bei der TÜV Rheinland Akademie?
„Die Teilnehmer erhalten im Seminar die Grundlagenkenntnisse der Elektrotechnik und des Arbeitsschutzes, um anschließend elektrotechnische Arbeiten unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft durchführen zu können. Hierdurch erweitern sie ihr Tätigkeitsfeld und können das Unternehmen zielführend unterstützen.“
Welche Informationen können die Teilnehmer aus dem Seminar mitnehmen?
„Neben den Grundlagen der Elektrotechnik, werden Unfallgefahren und Auswirkungen vermittelt, die bei elektrotechnischen Arbeiten eintreten können. Sie erfahren auch welche Sicherheitsmaßnahmen im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes sowie den berufsgenossenschaftlichen Vorschriften einzuhalten sind. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die gesetzlichen Regelungen sowie Tätigkeitsbeispiele, um ihre Funktion als EuP im Unternehmen richtig einordnen zu können.“
Wie ist eine EuP definiert nach DIN VDE 0105-100?
Eine elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) ist eine Person, die durch eine Elektrofachkraft über die übertragenen Aufgaben, mögliche Gefahren bei unsachgemäßem Verhalten sowie notwendige Schutzeinrichtungen und Schutzmaßnahmen unterrichtet und erforderlichenfalls angelernt wurde.
Welche Tätigkeiten darf eine EuP konkret ausführen?
Das lässt sich nicht mit einer allgemeinen Tätigkeitsliste beantworten, da jedes Unternehmen unterschiedliche Anforderungen hat. Ein klassisches Beispiel jedoch ist die Rolle des "Service- und Haustechnikers", wie er etwa in Hotels zum Einsatz kommt. Dort besteht die Aufgabe darin, die Elektrofachkraft (EFK) in ihren Tätigkeiten zu unterstützen.
Darf eine EuP später alle elektrotechnischen Arbeiten ausführen?
Nein. Die EuP darf ausschließlich die Aufgaben ausführen, für die sie fachgerecht unterrichtet und erforderlichenfalls angelernt wurde. Elektrotechnische Arbeiten erfolgen unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft.
Darf eine EuP direkt nach dem Kurs tätig werden?
Nicht allein aufgrund des Kursabschlusses. Vor dem Einsatz muss eine elektrotechnisch unterwiesene Person eine schriftliche Bestellung erhalten, in welcher die zukünftigen Aufgaben konkret geregelt sind, und am zukünftigen Arbeitsplatz unterwiesen werden.
Wer darf eine Person zur EuP bestimmen?
Der Arbeitgeber überträgt die elektrotechnische Fachverantwortung in der Regel an eine verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK), welche wiederum eine EuP bestellen darf. Die elektrotechnische Unterrichtung, das Anlernen und die Belehrung zu Schutzmaßnahmen erfolgen durch die VEFK.
Was gilt, wenn keine EFK oder VEFK im Unternehmen vorhanden ist?
Eine EuP darf auch dann nicht ohne fachliche Leitung und Aufsicht eingesetzt werden. Das Unternehmen muss vor dem Einsatz eine geeignete elektrotechnische Fachorganisation sicherstellen, gegebenenfalls mit externer Unterstützung. Dies ist auch im Hinblick auf die Unfallversicherung für den Unternehmer ratsam, sollte es zu einem Unfall kommen.
Das 'Beste' was ich je in Schulungen dieser Art erleben durfte! Perfekt!
über das Seminar Jährliche Unterweisung für EuP & Elektrofachkräfte.
Abwechslungsreicher Vortrag!
über das Seminar Jährliche Unterweisung für EuP & Elektrofachkräfte.
Fachinhalte wurden qualifiziert behandelt. Unterlagen sind gut lesbar. Seminarleitung hat fundiertes Wissen, was praxisnah erläutert wurde.
Sehr lebhafter und realitätsnaher Unterricht. Sehr gute Verpflegung!
Ein gutes und zielsicher organisiertes Seminar!
Es war eine sehr gute Weiterbildung!
„Kleiner Elektroschein“ ist eine umgangssprachliche, aber keine offiziell definierte Qualifikationsbezeichnung. Gemeint sein können je nach Anbieter und betrieblichem Einsatz eine Qualifizierung zur elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP), eine Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) oder ein elektrotechnischer Grundlagenkurs. Entscheidend sind daher immer das konkrete Lernziel und der spätere Aufgabenbereich.
Eine elektrotechnisch unterwiesene Person übernimmt konkret übertragene Aufgaben unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft. Eine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten führt dagegen klar definierte, gleichartige und wiederkehrende elektrotechnische Arbeiten innerhalb ihres qualifizierten Tätigkeitsbereichs weitgehend eigenverantwortlich aus. Keine der beiden Qualifikationen berechtigt allgemein zur Ausführung sämtlicher Elektroarbeiten.
EFKffT steht für „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“. EffT ist eine verkürzte Bezeichnung, die in Kurstiteln und im allgemeinen Sprachgebrauch häufig für dieselbe Qualifikation verwendet wird. Im fachlichen Kontext ist EFKffT die eindeutigere Abkürzung.
Für die Qualifizierung zur EuP ist keine elektrotechnische Berufsausbildung erforderlich. Die Person muss jedoch für die vorgesehenen Aufgaben geeignet sein und anschließend betrieblich unterrichtet und eingewiesen werden. Für die Ausbildung zur EFKffT ist grundsätzlich eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine gleichwertige berufliche Tätigkeit erforderlich. Hinzu kommen die theoretische und praktische Ausbildung für den vorgesehenen Tätigkeitsbereich.
Das richtet sich nach der geplanten Aufgabe. Soll eine Person bei konkret übertragenen Tätigkeiten unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft unterstützen, kann eine EuP-Qualifizierung geeignet sein. Soll sie klar festgelegte, gleichartige und wiederkehrende elektrotechnische Arbeiten innerhalb eines definierten Bereichs weitgehend eigenverantwortlich ausführen, ist die Ausbildung zur EFKffT vorgesehen. Die abschließende Beurteilung und Aufgabenübertragung erfolgen durch das Unternehmen.
Je nach Weiterbildung stehen Präsenzseminare, Virtual Classrooms, E-Learnings und Inhouse-Schulungen zur Verfügung. Die EuP-Qualifizierung und die theoretische EFKffT-Ausbildung können beispielsweise in Präsenz oder im Virtual Classroom absolviert werden. Für Grundlagen, EuP und Jahresunterweisungen gibt es zudem digitale Lernangebote. Die praktische EFKffT-Ausbildung findet aufgrund der erforderlichen Übungen in Präsenz statt.
Die EuP-Schulung schließt mit einer Teilnahmebescheinigung ab. Bei der Ausbildung zur EFKffT werden theoretisches Wissen und praktische Fertigkeiten jeweils durch eine Prüfung nachgewiesen und mit Zertifikaten dokumentiert. Für den vollständigen Qualifizierungsweg zur EFKffT sind Theorie und Praxis erforderlich. Die Nachweise ersetzen nicht die anschließende betriebliche Einweisung und Aufgabenübertragung.
Nein. Der Nachweis dokumentiert die absolvierte Weiterbildung, überträgt aber nicht automatisch einen betrieblichen Aufgabenbereich. Bei einem Arbeitgeberwechsel oder einer neuen Tätigkeit muss das Unternehmen prüfen, ob Qualifikation, Erfahrung und persönliche Eignung zu den vorgesehenen Aufgaben passen. Außerdem sind Betriebsmittel, Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Zuständigkeiten und gegebenenfalls die erforderliche Aufsicht konkret festzulegen.
Die betriebliche Unterweisung muss bei Bedarf und mindestens einmal jährlich erfolgen und dokumentiert werden. Eine zusätzliche fachliche Auffrischung ist besonders sinnvoll, wenn sich Anlagen, Arbeitsverfahren, Aufgaben oder Vorschriften geändert haben, nach einer längeren Tätigkeitsunterbrechung oder bei Unsicherheiten in der praktischen Ausführung. Eine Auffrischung ergänzt die arbeitsplatzbezogene Unterweisung, ersetzt sie aber nicht.
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