Betriebliches Gesundheitsmanagement Schulungen

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) umfasst die systematische Planung, Umsetzung und Evaluation von Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden in einem Unternehmen. Das Ziel besteht darin, gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen zu schaffen und das individuelle Gesundheitsverhalten nachhaltig zu stärken.

Inhaltsverzeichnis

    Was ist betriebliches Gesundheitsmanagement?

    Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist ein strategischer Ansatz, der darauf abzielt, die Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden systematisch zu fördern und langfristig zu erhalten. Es umfasst die Planung, Umsetzung und Evaluation gesundheitsfördernder Maßnahmen im Unternehmen.

    Das Ziel von BGM ist es, sowohl das Wohlbefinden der Beschäftigten zu steigern als auch die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu verbessern. Dazu gehören präventive, verhaltensbezogene und verhältnisorientierte Maßnahmen, die in den Arbeitsalltag integriert werden. 

    Ist ein BGM Pflicht?

    Ein betriebliches Gesundheitsmanagement ist in Deutschland zwar nicht gesetzlich verpflichtend, jedoch ergeben sich aus verschiedenen gesetzlichen Vorgaben indirekte Verpflichtungen, gesundheitsfördernde Maßnahmen zu ergreifen.

    So verlangt beispielsweise das Arbeitsschutzgesetz (§ 3 und § 5 ArbSchG), dass Arbeitgeber Gefährdungsbeurteilungen durchführen und die Arbeitsbedingungen so gestalten, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen vermieden werden. Auch das Sozialgesetzbuch IX schreibt vor, dass Unternehmen Maßnahmen zur Prävention und Rehabilitation unterstützen sollen, insbesondere im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM).

    Unternehmen, die ein BGM aktiv umsetzen, erfüllen nicht nur gesetzliche Anforderungen besser, sondern profitieren auch von:

    • einer geringeren Krankheitsquote
    • höherer Mitarbeiterzufriedenheit
    • besserem Employer Branding.

    Eine Pflicht im engeren Sinne besteht nicht. Aber BMG ist ein klarer Wettbewerbsvorteil mit rechtlicher Relevanz.

    Welche Aufgaben hat ein Betrieblicher Gesundheitsmanager? 

    Der Betriebliche Gesundheitsmanager (TÜV) ist essenziell für ein effektives und nachhaltiges Gesundheitsmanagement. Mit seiner Expertise bringt der Gesundheitsmanager zahlreiche Vorteile in den Betrieb und hilft, zentrale Herausforderungen im Arbeitsumfeld zu bewältigen.

    Er entwickelt und führt gezielte Gesundheitsmanagement Maßnahmen ein, zum Beispiel mit Angeboten zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Dabei analysiert er Gesundheitsrisiken im Unternehmen, plant und führt Gesundheitsprojekte durch und schafft eine nachhaltige Gesundheitskultur. 

    Der Gesundheitsmanager ist Ansprechpartner für Gesundheitsthemen im Unternehmen. Gleichzetig ist er Vermittler zwischen Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber bei möglichen Interessenkonflikten. Mit der Weiterbildung Betrieblicher Gesundheitsmanager erlernen Sie die Kompetenzen, um ein effektives BGM im Unternehmen umzusetzen.

    Hat BGM Zukunft? 

    Ja, das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) hat eine klare Zukunft und wird für Unternehmen immer wichtiger. Angesichts von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und steigender psychischer Belastung am Arbeitsplatz bietet das BGM nachhaltige Lösungen, um die Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu fördern. Unternehmen, die auf ein  BGM setzen, stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitgeberattraktivität langfristig.

    Welche BGM Schulungen sind besonders beliebt?

    Hier eine Auswahl: [mind. 6 - 10 interne Links]

    1. Betrieblicher Gesundheitsmanager (TÜV).

      Effektive Strategien für Gesundheit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

      • 40 Unterrichtseinheiten
      2.600,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      3.094,00 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    2. Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM).

      Praxisbezogenes Grundlagenseminar für die Umsetzung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements.

      • 8 Unterrichtseinheiten
      695,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      827,05 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    3. Implementierung eines BEM-Prozesses.

      Strategisch, rechtssicher, nachhaltig: So optimieren Sie Ihr Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM).

      • 4 Unterrichtseinheiten
      410,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      487,90 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    4. BEM bei psychischen Erkrankungen.

      Effektive Strategien und praxisorientierte Ansätze für das Betriebliche Eingliederungsmanagement bei psychischen Erkrankungen.

      • 8 Unterrichtseinheiten
      720,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      856,80 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    5. BEM bei physischen Erkrankungen.

      Praktische Strategien und Lösungen für eine erfolgreiche Wiedereingliederung bei körperlichen Erkrankungen.

      • 4 Unterrichtseinheiten
      410,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      487,90 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    6. Erfolgreiches Stressmanagement.

      Erlernen Sie in diesem Stressmanagement-Seminar Methoden zur erfolgreichen Stressbewältigung am Arbeitsplatz.

      • 16 Unterrichtseinheiten
      ab 1.270,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      ab 1.511,30 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    7. Resilienz- und Faszientraining.

      Werden Sie aktiv gegen Stress und Belastung: Dieser Resilienz Kurs mit Training für die Faszien ist der erste Schritt!

      • 12 Unterrichtseinheiten
      ab 460,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      ab 547,40 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    8. Zeitmanagement und Selbstorganisation.

      Optimieren Sie mit diesem Seminar Zeitmanagement und Selbstorganisation und bewahren Sie so Ihre Leistungsfähigkeit.

      • 16 Unterrichtseinheiten
      ab 1.270,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
      ab 1.511,30 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)

    Häufige Anwendungsfälle: Welche Unternehmen brauchen ein BGM?.

    Grundsätzlich kann jedes Unternehmen von einem BGM profitieren – unabhängig von Branche, Größe oder Organisationsform. Es ist jedoch besonders relevant für Unternehmen, die vor bestimmten Herausforderungen stehen oder gezielt in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden investieren möchten.

    Besonders profitieren Unternehmen, die:

    • mit hohen Fehlzeiten oder steigender Krankheitsquote: BGM hilft, Belastungen zu erkennen und gezielt gegenzusteuern
    • mit körperlich oder psychisch belastenden Arbeitsbedingungen, z. B. in Pflege, Logistik, Produktion, IT, Dienstleistung oder Bildung
    • mit Fachkräftemangel oder hoher Fluktuation: Ein aktives Gesundheitsmanagement stärkt die Mitarbeiterbindung und macht das Unternehmen attraktiver
    • die älter werdende Belegschaften beschäftigen
    • die auf eine nachhaltige Unternehmenskultur setzen
    • BGM unterstützt gesundes Altern im Beruf und verlängert die Erwerbsfähigkeit
    • die auf eine nachhaltige Unternehmenskultur setzen: Gesundheit, Prävention und Wohlbefinden sind zentrale Werte moderner Arbeitgeber.

    Auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) profitieren.

    BGM ist nicht nur etwas für Großunternehmen. Viele Maßnahmen lassen sich auch mit wenig Budget, internen Ressourcen oder externen Partnern (z. B. Krankenkassen) umsetzen.

    Was sind die 3 Säulen des BGM?

    Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) basiert auf drei zentralen Säulen, die gemeinsam eine ganzheitliche Gesundheitsstrategie im Unternehmen bilden.

    1. Arbeits- und Gesundheitsschutz

    Diese Säule umfasst alle gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz. Dazu zählen unter anderem Gefährdungsbeurteilungen, Unfallverhütung, eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung sowie Maßnahmen zur Sicherheit und Hygiene. Das Ziel besteht darin, Risiken zu minimieren und gesundheitsschädigende Belastungen zu vermeiden.

    2. Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

    Das BEM unterstützt Mitarbeitende nach längerer Krankheit bei der Rückkehr in den Arbeitsalltag. Es werden individuelle Lösungen gefunden, um erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und die Arbeitsfähigkeit langfristig zu sichern – etwa durch angepasste Tätigkeiten, stufenweise Wiedereingliederung oder technische Hilfsmittel.

    3. Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

    Die Gesundheitsförderung umfasst freiwillige Maßnahmen zur Stärkung der körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit. Dazu gehören beispielsweise Bewegungsangebote, Ernährungskurse, Stressprävention, Achtsamkeitstrainings oder Führungskräfteschulungen zum gesunden Arbeiten. Ziel ist es, die individuellen Gesundheitsressourcen der Beschäftigten zu stärken.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Was ist der Unterschied zwischen BGM und BGF?

    Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) bildet den strategischen Rahmen. Es verankert das Thema Gesundheit dauerhaft in den Strukturen und Prozessen eines Unternehmens vom Arbeitsschutz über das Betriebliche Eingliederungsmanagement bis hin zur Gesundheitsförderung. Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist ein Teilbereich des BGM und umfasst konkrete Maßnahmen wie Stressmanagement-Kurse, Rückenschulen oder die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes.

    Wer darf BGM durchführen?

    Für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Qualifikation. Die Steuerung kann intern durch die Personalabteilung, die Geschäftsführung oder einen BGM-Beauftragten erfolgen oder an externe Berater und Dienstleister übergeben werden. In der Praxis sind jedoch zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen Gesundheitswissenschaften, Arbeitspsychologie oder Organisationsentwicklung empfehlenswert.

    Für bestimmte Teilbereiche gelten klare Qualifikationspflichten. Der gesetzliche Arbeitsschutz erfordert eine Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie einen Betriebsarzt. BGF-Maßnahmen, die über die gesetzlichen Krankenkassen gefördert werden sollen, müssen von zertifizierten Kursleitungen durchgeführt werden. Die Zertifizierung erfolgt dabei durch die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) im Auftrag des GKV-Spitzenverbands.

    Wie viel kostet BGM?

    Eine pauschale Antwort gibt es nicht, da die Kosten stark von der Unternehmensgröße, dem Umfang der Maßnahmen und dem Grad der externen Unterstützung abhängen. Grundsätzlich entstehen zwei Kostenarten: interne Personalkosten für die Steuerung des BGM sowie externe Kosten für Berater, Trainer oder digitale Plattformen. Ein BGM-Start ohne externe Kosten ist jedoch möglich, indem interne Maßnahmen wie Gesundheitsbefragungen, Führungskräftetrainings oder ergonomische Anpassungen umgesetzt werden.

    Alle Weiterbildungen zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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    2 Weiterbildungen

    Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM).

    Praxisbezogenes Grundlagenseminar für die Umsetzung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements.

    695,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
    827,05 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    Details
    • Seminar
    • Präsenz / Virtual Classroom
    • 13 Termine verfügbar
    • 8 Unterrichtseinheiten
    • Teilnahmebescheinigung
    • Garantie­termine vorhanden

    Erfolgreiches Stressmanagement.

    Erlernen Sie in diesem Stressmanagement-Seminar Methoden zur erfolgreichen Stressbewältigung am Arbeitsplatz.

    ab 1.270,00 € Nettopreis (zzgl. MwSt.)
    ab 1.511,30 € Bruttopreis (inkl. MwSt.)
    Details
    • Seminar
    • Präsenz
    • 4 Termine verfügbar
    • 16 Unterrichtseinheiten
    • Teilnahmebescheinigung
    • Online durchführbar
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