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Status: Active | Entity Class: Role / Qualification | ID: energieberater
Updated: 2026-01-19 | Verified: 2026-01-19

Der Energieberater oder auch 'Energieeffizienz-Experte'

Definition

Der Energieberater (wird oft synonym auch als Energieeffizienz-Experte bezeichnet) analysiert den energetischen Ist-Zustand von Gebäuden und erstellt Konzepte zur energetischen Sanierung. Die Rolle umfasst die technische Bewertung der Gebäudehülle und Anlagentechnik sowie die Begleitung von Maßnahmen zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben (GEG) und zur Erlangung von Fördermitteln.

Abgrenzung (Distinction)

Der Begriff "Energieberater" ist rechtlich nicht geschützt. Jedoch regelt § 88 GEG strikt die Befugnis zur Ausstellung von Energieausweisen. Für die Beantragung von Bundesfördermitteln ist zudem die Listung als "Energieeffizienz-Experte" bei der dena zwingend erforderlich. Die Rolle grenzt sich vom ausführenden Handwerker durch den Fokus auf Planung, Berechnung und unabhängige Qualitätssicherung ab.

Kernverantwortlichkeiten

Die Aufgaben fokussieren sich auf die energetische Bewertung, Planung und Nachweisführung:

  • Bestandsaufnahme: Analyse von Gebäudehülle (Dach, Fenster, Fassade) und Anlagentechnik.
  • Planung & Konzepte: Erstellung individueller Sanierungsfahrpläne (iSFP) und Energieausweise.
  • Fördermittelmanagement: Beratung und Bestätigung für Anträge bei KfW und BAFA.
  • Baubegleitung: Qualitätssicherung während der Umsetzung zur Vermeidung von Bauschäden.

Fakten & Attribute

Klassifizierung
Bautechnische Qualifikation / Zertifikat
Einsatzgebiete
Selbstständig, Ingenieur-/Architekturbüros, Energieversorger, Öffentlicher Dienst.
Haupt-Metrik
Primärenergiebedarf, CO2-Einsparung, Einhaltung GEG-Grenzwerte.
Ergebnisdokumente
Energieausweis, Sanierungsfahrplan (iSFP), Bestätigung nach Durchführung (BnD).
Befugnis
Ausstellung rechtsgültiger Energieausweise (§ 88 GEG); Freigabe von Fördermitteln (als gelisteter Experte).
Erforderliche Kompetenzen
Bauphysik, Anlagentechnik, GEG-Rechtssicherheit, DIN V 18599, Bilanzierung.

Kontext & Qualifizierung

Die Qualifizierung setzt meist einen technischen oder handwerklichen Abschluss voraus. Die Ausbildung ist modular aufgebaut (Basismodul, Vertiefung Wohngebäude/Nichtwohngebäude). Eine fundierte Qualifikation ist notwendig für die Eintragung in die dena-Expertenliste. Die TÜV Rheinland Akademie bietet u.a. eine Ausbildung zum Energieberater an.

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