Umwelt und Energie TÜV Seminare

EU Grid Codes zu Stromnetzen

EU Grid Codes: EU-Verordnungen zum Netzbetrieb/Netzmanagement

Durch den Umbau der Energieinfrastrukturen werden Anforderungen und Aufgaben an Anlagen und Netze sowie deren Betriebsmittel neu gestaltet.

Im Vordergrund stehen neue Aufgaben in der Verteilnetzebene, die Systemaufgaben übernehmen muss.

Zu unseren Weiterbildungen zum Thema EU Grid Codes

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Geregelt sind die Anforderungen in den bereits in 2016 veröffentlichten EU Verordnungen, die jetzt zeitnah in VDE|FNN TAR (Technische Anschluss-Regeln) überführt werden:

 VDE/FNN TAR 4120 (Hochspannung)

VDE/FNN TAR 4110 (Mittelspannung)

VDE/FNN TAR 4105 (Niederspannung)

Alle „Systemelemente“ – Netzbetreiber – Anlagenbetreiber – Industrie – Gewerbe – Haushalte, aber auch Handwerk, Anlagenerrichter und Netzplaner müssen sich den neuen Herausforderungen stellen.

Entsprechend der unterschiedlichen Betroffenheit, bieten wir Ihnen maßgeschneiderte Aus- und Weiterbildungspakete an, die alle Aspekte im Überblick, aber auch vertiefend betrachten.

Die Schulungsreihe zu den neuen EU Grid Codes umfasst verschiedene branchenspezifische Module und richtet sich an Netzgesellschaften, Industrie- und Gewerbeunternehmen, Anlagenbetreiber sowie an Hersteller von dezentralen Energie-Erzeugungssystemen.

Konkret heißt das für:

Für Netzbetreiber - Verteilnetze werden in die Verantwortung genommen! 

An alle Anlagen im Verteilnetz werden zukünftig deutlich erweiterte Anforderungen gestellt. Die EU-Verordnungspakete zu den neuen EU Grid Codes und deren Umsetzung in den neuen VDE|FNN TAR (Technische Anschluss-Regeln) erfordern ein verändertes Systemverhalten, Verteilnetze werden ab sofort aktiv in die Bildung des Systemverhaltens eingebunden. Das hat in allen Bereichen des Netzgeschäfts Auswirkungen. Neue technische Herausforderungen müssen verstanden und gemeistert werden. Es werden erhöhte Anforderungen an die IT gestellt. Prozesse müssen bewertet und erweitert werden. Eine direkte Forderung der EU-Verordnungspakete ist die Anpassung der Vertragswerke mit allen Kunden an die neuen Bedingungen.

Für Industrie - Erzeugungsanlagen und Speicher werden in die Verteilnetze eingebunden!

Nach den Vorgaben der neuen europäischen Grid Codes verändert sich das Netz zum System. Das ist auch notwendig, da die überwiegende Menge an dezentralen Erzeugungsanlagen im Verteilnetz zu finden sind. Lasten können sich zukünftig an Flexibilitätsmärkten beteiligen, Speicher drängen in den Markt. Dieser fundamentale Systemwandel stellt an alle Beteiligten neue Anforderungen. Eigenerzeugungsanlagen mit Schnittstellen zum Netz sind nun Bestandteil des Systems. Alle „Schnittstellen“ sind neu zu bewerten und zu managen. Unternehmen, die nach DIN ISO 9001 zertifiziert sind, sollten beachten, dass die neue 9001:2015 auf eine Risikobetrachtung umgestellt wurde. Schnittstellen, die Einfluss auf Produktion und Betrieb haben, müssen gesondert bewertet werden.


Für Hersteller - Neue technische Anforderungen sind umzusetzen!

In der Vergangenheit sind im Falle von Störungen Erzeugungsanlagen vom Netz getrennt worden. Zukünftig werden sie, auch im Fehlerfall, am Netz bleiben, da sie dann Systemaufgaben – sortiert nach Leistungsklassen – erbringen müssen. Damit müssen Anlagen aber auch „dynamisch“ reagieren und als ein Systemelement eingebunden und geführt werden. Diese veränderte Sichtweise erfordert u.U. eine Anpassung des Anlagenkonzeptes. Erweiterte Fähigkeiten müssen realisiert werden. Begleitend dazu müssen die Zertifizierungsprozesse angepasst, die Inbetriebsetzung und der Netzanschlussprozess entsprechend der Anforderungen neu gestaltet werden. Neben den Anforderungen an die Anlagen selber sollten Hersteller frühzeitig die veränderten Prozesse kennen lernen.